Dabei sollten auch mögliche Konsequenzen erörtert werden, sagte ein Sprecher der Stadt Bayreuth am Montag. Zur Frage, ob auch personelle Konsequenzen denkbar sein, wollte sich der Sprecher nicht äußern. Stadt und Landkreis Bayreuth sind Mitglieder des Krankenhauszweckverbandes Bayreuth, der wiederum alleiniger Gesellschafter der Klinikum Bayreuth GmbH ist.

Das Krankenhaus ist wegen möglicher folgenschwerer Behandlungspannen in die Schlagzeilen geraten. Drei Babys sollen nach Angaben eines anonymen Tippgebers schwerwiegende Dauerschäden davongetragen haben. Ein Neugeborenes soll wegen einer angeblich falschen Behandlung in der oberfränkischen Klinik gestorben sein. Laut Staatsanwaltschaft Bayreuth, die inzwischen Ermittlungen eingeleitet hat, geht es um Fälle zwischen 2008 und 2011.


Ärzte der Klinik wiesen hingegen die Vorwürfe zurück, sie hätten "gesundheitsgefährdende oder nicht notwendige Maßnahmen" bei den Neugeborenen veranlasst. Sie widersprachen damit auch einer vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlichten Mängelliste. Nach "Spiegel"-Angaben ist etwa die Ausstattung einiger OP-Bereiche veraltet, so dass die Anästhesisten hier hinter einer Trennwand stünden. Bei Gefahr im Verzug müssten die Narkoseärzte erst unter der Wand hindurchkriechen.