Am Mittwoch, den 01.09.2021, kurz vor Mittag, fuhr ein Vater aus Hannover zusammen mit seiner Familie auf der Autobahn A9 in nördliche Richtung, wie die Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth mitteilte. In Nähe der Rastanlage Fränkische Schweiz/Pegnitz stellten der Fahrer sowie seine Kinder fest, dass sich eine Schlange im Heckbereich des Fahrzeugs befand. Der Fahrer hielt an, die Insassen verließen das Fahrzeug und riefen die Polizei

Das Auto der Familie wurde schließlich mit einer herbeigerufenen Streife der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth zu einem nahegelegenen Pendlerparkplatz gebracht und zusammen mit der Feuerwehr wurde nach dem zirka 50 Zentimeter langem italienischen „Urlaubsmitbringsel“ gesucht. Die Schlange konnte jedoch nicht gefunden werden.

Auto wurde ausgeräumt und aufwendig durchsucht

Anschließend wurde das Fahrzeug in ein Bayreuther Nutzfahrzeugzentrum verbracht, dort ausgeräumt und aufwendig abgesucht. Das bereits verständigte Veterinäramt überwachte die Maßnahmen. Am Mittwoch konnte die Schlange zwar gesichtet, jedoch noch nicht gefangen werden, weil sich diese in Hohlräume verkrochen hatte.

Die Suchmaßnahmen, die auch von einem Reptilien-Fachkundigen unterstützt wurden,  setzten sich bis zum gestrigen Donnerstagnachmittag fort. Die Familie aus Hannover hatte da schon ihre Heimreise mit einem anderen Fahrzeug angetreten. Ein Fahrzeugmechaniker konnte das Tier schließlich im Bereich des Armaturenbrettes wohlbehalten einfangen und dem Reptilien-Fachkundigen übergeben.

Würfelnatter nach zwei Tagen eingefangen

Bei der Schlange handelt es sich um eine Würfelnatter, die zwar ungiftig ist, die, wenn sie sich bedroht fühlt, jedoch ein übelriechendes Sekret absondert, was sie beim Einfangen dann auch tat.

Die Schlange und alle Beteiligten blieben unverletzt.