Mit dem Abschluss der Sandkerwa ging auch die Reihe der diesjährigen Großveranstaltungen in Bamberg zu Ende. Doch nach dem Fest ist bekanntlich vor dem Fest. Nicht nur der Bürgerverein des IV. Distrikts geht bereits in die Planungen für die nächste Sandkerwa über, auch das Stadtmarketing macht sich Gedanken über seine Events - insbesondere über "Bamberg zaubert."

"Das Zauberfestival gehört sicherlich zu unserer Premiumveranstaltung und ist mit seinen rund 200 000 Besuchern eines der größten Feste in Bamberg", schildert Stadtmarketing-Vorstand Alfons Distler in einem Pressegespräch. Mit dem Verlauf des Festivals sei man zwar sehr zufrieden gewesen, so Distler, dennoch werde man die nächsten Wochen und Monate nutzen, um an manchen Stellschrauben zu drehen, sprich Verbesserungen ins Auge zu fassen. So habe es in dieser Sache bereits eine erste Sitzung des Stadtmarketingvorstandes gegeben, weitere sollen folgen.

"Wir wollen uns mit dem Vorstand, dem Citymanager und seinem Team sowie dem künstlerischen Leiter noch einmal intensiv zusammensetzen und schauen, was nicht ganz so gelaufen ist", unterstreicht Distler. Besonderes Augenmerk wolle man dabei auf drei Punkte werfen. Zum einen die Auftrittsflächen: Hier will man vonseiten des Stadtmarketings überprüfen, welche Standorte grundsätzlich geeignet und welche eher ungünstig sind - wie beispielsweise die "Bühne" in der Hauptwachstraße. "Hier sammelte sich besonders am Samstagvormittag eine derart große Menschenmenge an, dass kein Auto mehr durchkam", erinnert sich der Stadtmarketing-Vorstand. Diese Hauptzufahrt zur Innenstadt dürfe man künftig nicht weiter dicht machen.


Wer wirbt mit was?

Ein genaueres Augenmerk werde man ferner auf die vermieteten Flächen werfen. Es könne nämlich nicht sein, dass das Stadtmarketing nicht wisse, welcher Partner wo mit welchen Produkt wirbt. "Natürlich werden wir in diesem Zuge auch die Bedürfnisse und Anliegen der Anwohner genauer berücksichtigen", verspricht Distler.

Erste positive Gespräche habe es bereits gegeben. Zudem werde man versuchen, sie nächstes Jahr viel stärker in die Planungen einzubeziehen und ihre Interessen noch mehr zu berücksichtigen. Und dies seien, so betonte Distler, keine bloßen Lippenbekenntnisse, sondern "echte Versprechen". "Das Stadtmarketing ist für alle da. Gemeinsam wollen wir nach Lösungen suchen, um auch weiterhin ein gutes Miteinander zu haben."

Und drittens soll noch einmal zur Aussprache kommen, wie man verhindern kann, dass Künstler "aus dem Ruder laufen" und sich - wie jüngst bei "Bamberg zaubert" geschehen - vor Kindern und tausenden Besuchern einen Feuerwerkskracher in den nackten Hintern stecken. "Wir werden natürlich alles daran setzten, dass so etwas nicht wieder passiert", unterstreicht Alfons Distler.

Genaue Details zu möglichen Änderungen wolle man bei einem Workshop mit allen Beteiligten Anfang Oktober besprechen.