Besonders im Mittelalter, dem "hölzernen Zeitalter", hatte Holz als wichtigster Brenn-, Bau- und Werkstoff zentrale Bedeutung, erläutert Forstoberrat Richard Kaiser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Scheßlitz. Der Bedarf stieg kontinuierlich, Holz wurde knapp.
So kam es, dass bereits 1328 erste Schutzverordnungen für den Hauptsmoorwald erlassen wurden: Bischof Werntho musste damals in seiner Wahlkapitulation schwören, dass "er gewissenhaft die Forste und Wälder und besonders den Hauts mort Wald erhalten und keine Neugereute in ihnen anlegen lassen" werde.
Als Beitrag zum Tag des offenen Denkmals mit dem Schwerpunktthema Holz bietet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg zwei Waldführungen zur "Bedeutung des Rohstoffes Holz im Lauf der Geschichte am Beispiel des Bamberger Hauptsmoorwaldes" an. Forstamtsrat Richard Kaiser, von 1987 bis 2007 Forstrevierleiter im nördlichen Hauptsmoorwald, lädt am 9. September um 13 Uhr und um 15 Uhr zu einer jeweils 90-minütigen Führung ein. Treffpunkt ist am Gasthaus Kunigundenruh (Parkplatz). Aus organisatorischen Gründen bittet der Referent um An meldung per Mail an richard. kaiser@aelf-ba.bayern.de. rk