Der Wettlauf im Wasser war die Attraktion beim Brückenfest, das mittlerweile zum 35. Mal vom örtlichen Gartenbau- und Verschönerungsverein veranstaltet wurde. Immer paarweise mussten die Teilnehmer im K.o.-System gegeneinander antreten, bis der Sieger feststand. An der "Staustufe" war der Ellernbach mit einer Tiefe von bis zu einem guten halben Meter ordentlich gefüllt. Ein "Vollbad" nahmen allerdings nur wenige der Teilnehmer, mehr waren es schon, die von den Stelzen steigen mussten.

Bei warmem Wetter und Sonnenschein trocknete aber alles schnell wieder ab, auch wenn die Wassertemperatur nur bescheidene sechs Grad betrug. Der letzte Kälteinbruch der "Eisheiligen" wirkte da noch nach. Vom Festplatz aus war das Geschehen bestens nach zu verfolgen. Zwischen zwei der insgesamt acht Ehrler Brücken zeigte die etwa 40 Meter lange Wettkampfstrecke im Wasser des Ellernbaches in diesem Jahr wieder ihre Tücken und zwang so manchen Teilnehmer zum unfreiwilligen Bad ins kühle Nass.


Gastgeber dominieren die "Auswärtigen"



Das erste Mal dabei war mit Stefan Dittrich ein Bewerber aus Buckendorf, der es auf Anhieb bis ins Finale schaffte und dort erst dem späteren Sieger unterlag. Letztendlich erwiesen sich die Gastgeber aus Ehrl unter tobendem Beifall und Anfeuerungsrufen der Fans auf ihrer Hausstrecke als Meister ihres Faches. Mit dem Titel "Ehrler Bachstelzer 2012" darf sich nun nach 2011 Christian Haßler aus Ehrl zum 5. Mal schmücken. Er erhielt einen Pokal. Dritte wurde schließlich Kathrin Zeck aus Ehrl, die beispielhaft für alle weiblichen Teilnehmerinnen der Männerdominanz lange und tapfer standhielt.

Die auswärtigen Teilnehmer hatten bis auf den Zweitplatzierten Stefan Dittrich aus Buckendorf, der zum ersten Mal teilnahm, erneut kaum Chancen. Nur wenige kamen trockenen Fußes ins Ziel. Das knapp einstündige Spektakel umrahmte musikalisch der Alleinunterhalter Thomas aus Dörfleins, der dabei inmitten des Ellerbaches stand. Er unterhielt die über 100 Schaulustigen mit dem Schifferklavier. Nach dem Wettkämpfen und der Siegerehrung sorgte das anhaltend gute Wetter für gute Stimmung bis in den Abend. Am Ende stand ein Lichterschwimmen, das an die Legende des Brückenheiligen Nepomuk erinnern sollte.