Krakau erwartet vier Millionen Menschen. 0,07 Prozent davon schicken die Erzbistümer Bamberg und Eichstätt. Das sind immerhin 285 junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren. Vom 26. bis 31. Juli findet in Polen der Weltjugendtag statt - eher eine Weltjugendwoche. Das Highlight ist sicherlich: der Papst.

"Das Vorbereitungsteam hat Januar 2015 mit den Planungen angefangen", erzählt Ann-Kathrin Thönnes vom BDKJ. "Dadurch, dass es eine Kooperation ist, sind viele Absprachen nötig." Der BDKJ bietet nicht nur eine, sondern drei Fahrten an: entweder Stettin und Krakau oder nur Krakau oder Krakau und Zakopane.
Die vier Blogger, die die Reise ab dem 20. Juli auf http://scrbliv.me/2205431dokumentieren und begleiten werden, fahren zunächst zu den Begegnungstagen in das Partnerbistum Bambergs, Stettin. Für Theresa Heindl (18) und Johanna Lieberth (17) ist es die erste Reise nach Polen. Felix Moßmeier (22) kennt Stettin von vergangenen Begegnungstagen. Und Raimund Gwosdz wird als Muttersprachler einiges an Übersetzungsarbeit leisten müssen: "Ich habe viele Freunde dort, die ich in der Zeit treffen werde."

Sowohl in Stettin als auch in Krakau leben die 285 Bayern in Gastfamilien. Vor dem letzten Abend erfolgt der Auszug: "Da pilgern wir auf ein Gelände, wo dann alle vier Millionen Teilnehmer erwartet werden", sagt Johanna. "Da gibt es dann einen Gottesdienst mit dem Papst und danach verbringen wir die Nacht mit Schlafsäcken und Isomatten unter freiem Himmel. Das ist der große Abschluss und vermutlich das Highlight."


Einmalige Gelegenheit

Den Papst live sehen. Das ist schon etwas Besonderes. Der berühmteste und schillerndste Glaubensvertreter der Welt, noch dazu ein so beliebter, ein Pop-Papst, der auch bei der Jugend ankommt und dem die vier Millionen sicher andächtig lauschen werden. "So nah kommt man ihm wahrscheinlich nie wieder", sagt Felix, die anderen nicken.

Aber auch in den zwei Wochen zuvor wartet auf die Gruppe ein straffes Programm. Die Teilnehmer sollen Land und Leute kennenlernen, mit den Einheimischen in Kontakt treten, es gibt Führungen, Feiern, Schifffahrten auf der Weichsel, natürlich Gottesdienste und wenig Freizeit dazwischen. "Das Besondere", sagt Ann-Kathrin Thönnes, "ist immer die Stimmung. Auf der einen Seite das Besinnliche, Spirituelle, auf der anderen Seite das Festival, die Feiern. Das ist das, was mich vor drei Jahren in Rio so fasziniert hat."

All das, was einem auf einem zweiwöchigen Pilgertrip ins polnische Herz des Katholizismus begegnet, wollen die vier in ihrem Blog festhalten: Vor allem sollen Videos entstehen. "Nach Möglichkeit", sagt Raimund, "gibt es ein tägliches Update von dem, was wir dort erleben, wen wir getroffen haben ..." Und vielleicht ja sogar ein Interview mit Franziskus.