Es war ein lange beklagtes Problem, dass das Trinkwasser im Hirschaider Gemeindeteil Seigendorf in stark schwankenden Härtegraden aus dem Hahn kam. Der Altort Unterseigendorf bezieht sein Wasser vornehmlich aus einem 1950 gegrabenen Brunnen, der sehr weiches Wasser liefert. Zwei weitere Brunnen, die vor allem die Siedlung in der Großen Wiese versorgen, fördern sehr hartes Wasser. Diese Mischung macht den Bewohnern zu schaffen, denn die Enthärtungsanlagen in den Häusern können die starken Schwankungen nicht ausgleichen. Die Folgen sind Verkalkungen von Haushaltsgeräten und Armaturen.

Mit dem ersten Spatenstich für die Erneuerung der Wasserversorgung in Seigendorf wird hier nun Abhilfe geschaffen. Bürgermeister Klaus Homann leitete in Anwesenheit von Marktgemeinderäten, Vertretern der beteiligten Firmen und zahlreichen interessierten Bürgern die Baumaßnahmen für einen neuen Hochbehälter und einen neuen Tiefbrunnen ein. Der Hochbehälter zwischen Seigendorf und Friesen mit einem Fassungsvermögen von 450 Kubikmetern dient zukünftig auch dazu, Trinkwasser in ausreichender Menge für Trockenzeiten vorzuhalten. Der neue Tiefbrunnen am Ortsausgang in Richtung Ketschendorf wird mit maximal 3,2 Litern pro Sekunde Wasser aus 94 Metern Bohrtiefe fördern. Von dort aus wird das Wasser per Druckleitung mit dem neuen Hochbehälter verbunden, der dann eine ausgeglichene Mischung produziert, die allen Bewohnern Seigendorfs zugutekommt.

Eine Million Euro nimmt der Markt Hirschaid für die Bauarbeiten in die Hand, die bis Weihnachten abgeschlossen sein sollen. Bislang versorgt sich Hirschaid aus eigenen Brunnen und Quellen mit Wasser. Einen perspektivischen Anschluss an das Fernwassersystem schließt Bürgermeister Homann aber nicht aus.