Brigitte Ostermann wohnt seit 33 Jahren neben dem Spielplatz und auch ihre Enkel spielen öfters dort. Ende Mai wurden ein Spielgerät und ein Klettergerüst mit Rutsche abgebaut. "Nicht mehr verkehrssicher", hatten die Verantwortlichen bei der Stadt Bamberg geurteilt.

Seitdem steht den Kindern nur noch ein kleines Holzhäuschen und eine Wasserpumpe zur Verfügung. Hinter einer kleinen Hecke verbirgt sich noch eine Tischtennisplatte. "Es stört mich, dass niemand mehr kommt und den Spielplatz säubert. Früher kamen einmal die Woche Leute von der Lebenshilfe, da war immer alles sauber. Aber jetzt kümmert sich niemand mehr. Von der Stadt kommt nur ganz selten jemand und die räumen nur das Nötigste weg", erklärt Birgitte Ostermann.

Niemand sei über den Abbau des Spielgerätes informiert worden und auch auf Fragen nach der Zukunft des Spielplatzes bei der Stadt hätten die Bewohner des Viertels keine Antwort bekommen.
" Es gibt viele Kinder im Viertel, der Spielplatz hier ist also ideal und wird auch oft genutzt. Wir wünschen uns, dass der Platz wieder auf Vordermann gebracht wird, auch wenn wir selbst keine kleineren Kinder mehr im Haus haben", sagt ein Ehepaar, das in der Nachbarschaft wohnt.

Die Zukunft ihres Spielplatzes ist ein viel diskutiertes Thema im Malerviertel, denn eine Alternative zum Spielen für die Kinder gibt es nicht. Und auch die Tatsache, dass vor allem Jugendliche den Ort vor ihrer Haustür manchmal als Treffpunkt nutzen, um dort Alkohol zu trinken und zu rauchen. Die Hinterlassenschaften dieser Treffen würden dann in Form von Zigarettenstummeln und leeren Flaschen herumliegen. Und es besteht auch Sorge wegen der Hygiene. "Wer weiß, was sich die Kinder beim Spielen einfangen, so schmutzig wie das ist."

Auf Anfrage der Lokalredaktion heißt es aus dem unter anderem auch für die Bamberger Spielplätze zuständigen Garten- und Friedhofsamt, dass im Laufe des kommenden Jahres ein neues Spielgerät aufgestellt werden soll.
Es gäbe auch Überlegungen in Richtung einer Totalsanierung und einer möglichen Neubepflanzung. Noch sei aber nichts entschieden. Vom Spielplatz im Malerviertel ist nicht mehr viel übrig