Von wegen Volksmusik ist altbacken, allein was für Senioren und bei Jüngeren nicht angesagt! Das Gegenteil bewies das oberfränkische Volksmusikfest in Stegaurach. Die Besucherresonanz auf das inzwischen 26. Musikevent dieser Art war groß. Schon zur Eröffnung am Rathaus kamen Hunderte, um neben einem Grußwort von Bezirkstagspräsident Günther Denzler - der Bezirk unterstützt das Fest ja - Kostproben der beteiligten Gruppen zu hören.


Jüngere Besucher

Auf einen interessanten Trend verwies Jürgen Gahn als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik - Bezirk Oberfranken, die das Fest veranstaltet: "Volksmusik verändert sich. Ich bin zum 26.
Mal dabei und stelle fest, dass sich das Publikum zunehmend verjüngt."

Schon verteilten sich Besucher und Musiker - die Bämberer, die Brauhausmusi, die Fichtelseer Hausmusik, die Gangolf-Kapelle, die Gschru- bbdn, Hix-Tradimix, Kemmärä Kuckuck, die Kirchenlamitzer Turmbläser, Quetschen-Rock, die Kreuzschuher Kerwamusikanten, die Trachtengruppe Kemmern und Burgebrach auf diverse Spielstätten. So sangen und klangen die Musikanten auf der Straße, in Gaststätten wie der Alten Mühle von Mühlendorf, im Schützenhaus, in Biergärten wie dem "Krug", dem Windfelder am See und im Seniorenzentrum. Und gab's in Letzterem Kaffee und Kuchen auf Kosten des Hauses, so läuteten viele Musikfans in anderen Lokalitäten die Karpfensaison ein. "Schönes Wetter, zünftige Musik, eine tolle Aussicht und Karpfen - was will man mehr?", meinten etwa Robert und Kunigunda Müller im Windfelder Biergarten.


Über Volksmusik kommunizieren


Das Event findet übrigens jedes Jahr in einer anderen Gemeinde statt. Erklärtes Ziel dabei ist es, den Reichtum heimischer Volksmusik als generationenübergreifende Kommunikationsform zu fördern.