Andreas Dremel vom gleichnamigen Ingenieurbüro und Gemeinderat der ÜWG erläuterte zwei alternative Sanierungsvorschläge. Die erste Variante umfasst einen Baubereich von 35 Metern und sieht vor, die Brücke abzutragen und den Bachlauf durch ein etwa 26 Meter langes Rohr unter der Straße hindurch leicht zu begradigen. Die Böschung soll mit Wasserbausteinen befestigt und das Gelände aufgefüllt werden, so dass darüber die Straße gebaut werden kann. Gleichzeitig wird die Fahrbahn auf 4,50 Meter verbreitert, die Straße angehoben und im weiteren Verlauf um 1,20 Meter verbreitert. Die Kosten belaufen sich in dieser Variante auf 96 000 Euro.
Alternativ könnte die Brückenplatte durch eine neue, breitere, ersetzt werden, der Baubereich beliefe sich in diesem Fall auf etwa 50 Meter. Hier veranschlagt das Ingenieurbüro etwa 110 000 Euro Kosten.
Alwin Will (ÜWG) wies darauf hin, dass die alte Brücke eine Gefahrenquelle darstelle, auch wenn das Gebiet landschaftlich sehr schön sei. Er befürworte die Bachverrohrung, denn "man sieht ja an Bamberg, dass Brücken häufig teurer werden als ursprünglich geplant".

Helmut Wohlpart (UW) vertrat ebenfalls die Meinung, dass die Gemeinde den Bach verrohren müsste, denn langfristig käme das günstiger. Auch Barbara Müllich (UW) sprach sich für die "saubere Lösung" der Verrohrung aus. Philipp Mohr (UW) kritisierte, eine Ausweitung des weiteren Verlaufs der Straße auf 4,50 Meter sei nicht nötig, denn so entstünde eine Rennstrecke.

Andreas Dremel (ÜWG) gab zu bedenken, dass die Maßnahme ausgeschrieben werden muss und so schnell vier bis acht Wochen ins Land ziehen, bevor überhaupt mit der Sanierung begonnen werden kann. Schließlich beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro, bis zur nächsten Sitzung eine Kostenvariante zu erstellen und vertagte den Beschluss über die Sanierung.

Von Anke Lau