Drei der großformatigen "Vier Elemente" hat sie in zweijähriger Detailarbeit selbst gemalt. Das erste der Elemente, das "Feuer" hatte eine Schülerin angefertigt, die die Schule schon abgeschlossen hat. In ähnlicher Weise hat Franzi dann die übrigen drei Frauengestalten für "Erde", "Wasser" und "Luft" entworfen und auf die rund drei mal zwei Meter großen Platten mit Acrylfarben übertragen. Jetzt hängen sie für alle sichtbar in der Mensa und zeigen das Können der Absolventin des M-Zuges. "Leider habe ich aber noch keine Lehrstelle, daher besuche ich jetzt erst mal eine weiterführende Schule, vielleicht klappt es ja mal irgendwann und ich werde Graphikdesignerin", hofft Franzi.

Sie ist ein gutes Beispiel für die Aktivitäten, die die Hirschaider Schule anbietet. Dabei ist die Kooperation mit der örtlichen Realschule besonders wichtig. Beide Schulleiter, Ulrich Löhr für die Grund- und Mittelschule und Karlheinz Lamprecht für die Realschule, legen großen Wert auf gemeinsame Angebote, um die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Arbeitsgemeinschaften wie "Kochen", "Klettern", "Akrobatik" und "Schach", aber auch die neue Schulband stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und lassen die Grenzen der Schularten verschwimmen. Auch die künstlerische Ausgestaltung der Schulhäuser gehört dazu, Kunsterzieherinnen beider Schulen organisieren gemeinsame Ausstellungen und betreuen die Gestaltung der Räume. Daher finden sich jetzt in der Mensa nicht nur die Bilder von Franzi Wolf sondern auch Arbeiten anderer Schülerinnen und Schüler, die fantasievolle Szenen zeigen oder Darstellungen von Sehenswürdigkeiten der Gegend um Hirschaid.

Zum ersten Mal präsentiert wurden die Werke bei der jährlichen Vernissage der gemeinsamen Kunstausstellung beider Schulen, die musikalisch von Madeleine Büttel mit der Querflöte umrahmt wurde. "In jedem Schüler steckt ein Künstler", fasste Dr. Rudolf Distler, Konrektor der Mittelschule, die Ziele der Arbeitsgruppen zusammen. Von der praktischen Umsetzung und den vielfältigen Aktivitäten der Schulen konnten sich die Besucher des diesjährigen Schulfestes selbst überzeugen.