Da staunte Pfarrer Thomas Okyere aus Ghana nicht schlecht, als er die Kapelle Mariä Geburt in Tiefenellern nach einem Jahr wiedersah. Er ist zurzeit als Urlaubsvertretung für Pfarrer Marianus Schramm in der Pfarrei Litzendorf eingesetzt und wollte die neu renovierte Kapelle in Tiefenellern besuchen.

Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) erklärte ihm, dass das Gotteshaus, das der Gemeinde gehört, nicht für eine "Christo-Verhüllung" herhalten musste, sondern dass man dort den Holzwurm bekämpfe. Deshalb habe die beauftragte Firma das ganze Kirchlein luftdicht eingehüllt, um die Begasung auch erfolgreich durchführen zu können. "Dass sie dabei die Deutschlandfarben auf ihren Planen über die Kirche genommen habe, hat zwar manchen Betrachter erstaunt.
Die Gemeinde Litzendorf hat damit aber keine Probleme, wichtiger ist, dass es den Holzwürmern an den Kragen geht", so Möhrlein.

Wer den verhüllten "Tiefenellerer Dom", wie die Kapelle seit der Renovierung auch manchmal genannt wird, noch sehen möchte, muss sich beeilen, denn wie bei "Christo-Installationen" üblich, bestehen seine Kunstwerke meistens nur eine kurze Zeit.