Jetzt lässt das Gericht von einem Gutachter die Glaubwürdigkeit des Opfers überprüfen.

Bis ein Sachverständigengutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers (17) vorliegt, wurde jetzt ein Prozess am Bamberger Landgericht ausgesetzt. Angeklagt ist ein 45 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Bamberg.

Er hat von Anfang an abgestritten, sich je an der Tochter seiner Ex-Frau vergangen zu haben. Seit Oktober 2011 saß der Gastwirt in Untersuchungshaft. Ende Mai - noch während der Beweisaufnahme - hob die Zweite Strafkammer den Haftbefehl gegen den Angeklagten auf. Er kann nun als freier Mann abwarten, was das Gutachten ergeben wird.

Eine Art Etappensieg sei das schon, sagte Verteidiger Norbert Brandl. Sein Mandant hatte am ersten Verhandlungstag gesagt, er würde ein Geständnis ablegen, wenn es irgendetwas gäbe, das er zugeben müsste.
Die Tochter seiner Ex-Frau bezichtigte der 45-Jährige gleichwohl nicht der Lüge. Er und sein Anwalt vermuten vielmehr, dass sie beeinflusst wurde und den Falschen für etwas tatsächlich Erlebtes verantwortlich macht.

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