Die neunte Auflage von "Canalissimo" kam bei den Besuchern gut an. Auch wenn das Kulturprogramm dieses Jahr den Unbauarbeiten an den Oberen Mühlen und der dadurch bedingten stärkeren Strömung geschuldet deutlich ausgedünnt war, zog es doch wieder zigtausende von Menschen an den Kanal.

Vier Tage lang wurde dort gediegen, aber zünftig gefeiert. Besonders am Freitag- und Samstagabend war der Andrang derart groß, dass ein Vorwärtskommen nur schwer und mit viel Geduld möglich war.

Nicht nur Junge

Abgesehen von einigen Grüppchen an jungen Menschen gehörte der Großteil des Publikums eher zu den Jahrgängen, für die die Schulzeit schon ein paar Jahre her ist. Der Stimmung tat dies keinen Abdruck. Die beiden Bühnen waren dicht umlagert, und es wurde emsig mitgesungen und mitgetanzt.

Viele kamen aber einfach nur, um das besondere Flair mit seinen bunten Lichtern rund um den Kanal zu genießen. Ob auf Bierbänken oder auf den Steinen direkt am Ufer - viele schwärmten, wie das Ehepaar Michaelis aus Haßfurt - von der "Einmaligkeit des Festes". "Man fühlt sich wie am Mittelmeer oder schon fast im Urlaub", schilderte Sabine Michaelis.

Aber auch die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Werner Richter sagte, dass es vom Wetter her eines der besten Feste gewesen sei. "Es war ein sehr erfolgreiches Canalissimo, welches sehr gut besucht wurde", schilderte er. Vor allem aber habe es keine negativen Vorkommnisse gegeben. Die Besucher hätten in angenehmer Atmosphäre friedlich gefeiert.

Einziger Wermutstropfen, den Richter bedauerte: "Wir konnten heuer weder die Gondeln wie gewohnt entlang des Festes fahren lassen, noch ein anderes Kulturprogramm auf die Beine stellen."

Aber spätestens zum nächsten Jahr soll sich dies wieder ändern. Vorausgesetzt es wird eine Fortsetzung von Canalissimo geben. Diese sei zwar angedacht, zumal im nächsten Jahr das Zehnjährige anstünde. Allerdings hänge dies noch von einigen Faktoren und eventuellen Auflagen des Ordnungsamtes ab. "Wir werden die nächsten Tage eine Nachbesprechung abhalten und dann sehen wir weiter", sagte Richter.