Wie inFranken.de am 20. Dezember unter der Überschrift "Falsche Gerüchte um Linie 935 in Bamberg"meldete, stünden fünf spanische Austauschstudierende im Verdacht, mehrmals in der Innenstadt sowie in Bussen der Linie 935 randaliert und sogar das Fahrpersonal angegriffen zu haben.

Dazu teilt die Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit: Nach aktuellen Auskünften der Polizei, die der Universitätsleitung am Donnerstag übermittelt worden seien, lägen derzeit allerdings noch keine endgültigen Ermittlungsergebnisse vor.

"Ob es sich tatsächlich um fünf junge Spanier handelt, die bei uns als Austauschstudierende eingeschrieben sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwiesen", sagt Universitätspräsident Godehard Ruppert.


Hofft auf schnelle Aufklärung

Die Universitätsleitung hofft, dass die Vorfälle möglichst schnell aufgeklärt und die derzeit gut 250 Austauschstudierenden in Bamberg nicht unter Generalverdacht gestellt werden. "Die jungen Menschen wollen ihre Sprachkenntnisse erweitern und ihr Studium voranbringen. Sie wollen die fränkische Kultur kennenlernen und gemeinsam mit deutschen Studierenden und den Bürgerinnen und Bürgern das Leben in Bamberg genießen", sagt Sebastian Kempgen, Vizepräsident für Lehre und Studierende.

Eine Beteiligung von ausländischen Studierenden an Vorkommnissen wie jüngst in der Buslinie 935 sei der Universität bislang noch nie bekannt geworden.

"Sollte eine Beteiligung unserer Austauschstudierenden an diesen Vorfällen eindeutig nachgewiesen werden können, werden wir die Betroffenen zu persönlichen Gesprächen einbestellen und unsere Partneruniversitäten, an denen die Austauschstudierenden regulär eingeschrieben sind, über die Situation informieren", erklärt Godehard Ruppert. Er stellt klar: "Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel."

Kempgen weist zugleich auf den juristisch sehr begrenzten Handlungsspielraum hin, an den die Universität in solchen Situationen gebunden ist. "Wir können sie also nicht einfach nach Hause schicken."