Zwei Wochen nach der Kamikazefahrt an Heiligabend ist in dem Baunacher Wohngebiet wieder Ruhe eingekehrt: Über eine Amokfahrt haben Medien in ganz Deutschland geschrieben, nachdem ein Autofahrer mit seinem Geländewagen mehrfach mit Absicht einen geparkten BMW gerammt hat, in einen Zaun gekracht, vor der Polizei davongerast, einen Abhang heruntergerutscht und festgenommen worden ist. Die Handyvideos der Augenzeugen sorgen im Internet weiter für Hohn und Spott. Alles andere als lustig ist der Ausraster für den 57-jährigen Autofahrer. Der Baunacher ist weiterhin stationär in einem Krankenhaus untergebracht - konfrontiert mit sehr schweren juristischen Vorwürfen.

"Die Ermittlungen laufen noch. Im Raum steht unter anderem versuchter Totschlag", berichtet Anne Höfer, Pressesprecherin am Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage. Konkret gehe es darum, dass der 57-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand mit dem Auto gezielt auf Personen zugefahren sei. Ein Pkw gilt dabei als potenziell lebensgefährliche Waffe. Daher dieser schwere Vorwurf.

War der Täter bewaffnet?

Die Liste der Straftaten, die dem Mann vorgeworfen werden, ist lang: Verschiedenste Verkehrsdelikte und Sachbeschädigungen stehen darauf, aber auch gefährliche Körperverletzung und ein tätlicher Angriff auf einen Polizisten. "Bei der Festnahme hat der Mann Widerstand geleistet und einen Kollegen leicht verletzt", berichtet die Pressesprecherin. Erst als die Beamten Pfefferspray eingesetzt haben, konnten sie den Aggressor überwältigen. "Unmittelbaren Zwang", nennt das die Polizei. War der Täter bewaffnet? Dazu gibt das Polizeipräsidium in Bayreuth keine Auskunft.

Auch was die Motivlage des Mannes angeht, hüllt sich die Polizei in Schweigen. Die Hintergründe der Tat seien noch Teil der Ermittlungen. An Spekulationen, es habe sich um eine Beziehungstat gehandelt, will sich die Sprecherin nicht beteiligen. Der Mann habe in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt, wiederholt die Polizei ihre Mitteilung. Fest steht, dass bei dem Ausraster ein beträchtlicher Sachschaden entstanden ist: Der geparkte BMW wurde demoliert, mindestens ein zweiter Pkw angefahren eine Mauer samt Zaun zerstört. Der Geländewagen des Täters wies auf Fotos nach der Flucht dagegen nur geringe Schäden auf.

Die Geschehnisse an Heiligabend

Es waren dramatische Szenen, die sich an Heiligabend in einem Baunacher Wohngebiet abgespielt haben: Am Montag (24.12.2018) kam es gegen 10.30 Uhr in Baunach im Landkreis Bamberg zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz.

Anwohner meldeten einen Autofahrer, der mit seinem SUV gegen einen geparkten BMW eines Nachbarn fuhr - und das offensichtlich mit voller Absicht. Das berichtet die oberfränkische Polizei am Nachmittag nach dem Einsatz. Vor Kurzem war ein Lkw-Fahrer wegen einer Amokfahrt durch Franken verurteilt worden.

Der Mann rammte das Auto absichtlich

Was war am Heiligabend in Baunach geschehen? Wie eine Augenzeugin berichtet, fiel der Fahrer bereits auf, als er mehrere Male mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und durchgehend hupend die Straße auf und ab raste. Mehrere Handyvideos, die im Internet kursieren, zeigen, wie der Mann daraufhin mit seinem Fahrzeug zurücksetzt, Gas gibt und mehrmals ein anderes Auto rammt. Dann kracht er auch in einen Zaun des gegenüberliegenden Wohnanwesens.

Wie die Polizei weiter berichtet, versuchte der 57 Jahre alte Mann vor der eintreffenden Streifenbesatzung zu flüchten, raste davon, touchierte einen weiteren Wagen, fuhr kurze Zeit später in einem privaten Anwesen eine steile Böschung herunter - und wurde überwältigt.

Mann leistet Widerstand bei Festnahme - Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdeliktes

Bei seiner Festnahme hat der mutmaßliche Täter Widerstand geleistet. Ein Augenzeuge berichtet zudem, ein Messer in dem SUV gesehen zu haben. Die Kriminalpolizei hat den Fall übernommen und ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. "Es muss erst bewertet werden. Es geht aber darum, mit dem Auto auf jemanden zuzufahren", erklärt Czech.

Der Mann wurde ins Klinikum gebracht

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten war der Mann offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Er wurde leicht verletzt in ein nahe gelegenes Klinikum gebracht. Sonst wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Was war das Motiv für den Ausraster?

"Warum er ausgerechnet dieses Auto beschädigt hat und was die Hintergründe sind, müssen die Ermittlungen zeigen", sagt der Polizeisprecher. Ob es sich um ein Beziehungsdrama handelt, muss untersucht werden. Alkoholisiert war der Baunacher demnach nicht, ob Drogen oder Medikamente im Spiel waren, wird ein Bluttest zeigen.

Anwohner berichteten, dass es bereits in den Wochen vor der Tat zu Streitereien in dem Mehrfamilienhaus, in dem auch der 57-Jährige wohnte, gekommen war. Was der Grund für die teilweise lautstarken Wutausbrüche des Mannes war, ist nicht bekannt.

"Angaben zum entstandenen Sachschaden können derzeit noch nicht gemacht werden. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an", heißt es von Seiten der Polizei. Die Beamten werten auch mehrere Handyvideos aus, die von Augenzeugen gemacht wurden.

Zeugen des Vorfalls in Baunach und mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bamberg-Land unter der Telefonnummer 0951/9129310 zu melden.

Zwei Wochen nach der Kamikazefahrt an Heiligabend ist in dem Baunacher Wohngebiet wieder Ruhe eingekehrt: Über eine Amokfahrt haben Medien in ganz Deutschland geschrieben, nachdem ein Autofahrer mit seinem Geländewagen mehrfach mit Absicht einen geparkten BMW gerammt hat, in einen Zaun gekracht, vor der Polizei davongerast, einen Abhang heruntergerutscht und festgenommen worden ist. Die Handyvideos der Augenzeugen sorgen im Internet weiter für Hohn und Spott. Alles andere als lustig ist der Ausraster für den 57-jährigen Autofahrer. Der Baunacher ist weiterhin stationär in einem Krankenhaus untergebracht - konfrontiert mit sehr schweren juristischen Vorwürfen. test

"Die Ermittlungen laufen noch. Im Raum steht unter anderem versuchter Totschlag", berichtet Anne Höfer, Pressesprecherin am Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage. Konkret gehe es darum, dass der 57-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand mit dem Auto gezielt auf Personen zugefahren sei. Ein Pkw gilt dabei als potenziell lebensgefährliche Waffe. Daher dieser schwere Vorwurf.

War der Täter bewaffnet?

Die Liste der Straftaten, die dem Mann vorgeworfen werden, ist lang: Verschiedenste Verkehrsdelikte und Sachbeschädigungen stehen darauf, aber auch gefährliche Körperverletzung und ein tätlicher Angriff auf einen Polizisten. "Bei der Festnahme hat der Mann Widerstand geleistet und einen Kollegen leicht verletzt", berichtet die Pressesprecherin. Erst als die Beamten Pfefferspray eingesetzt haben, konnten sie den Aggressor überwältigen. "Unmittelbaren Zwang", nennt das die Polizei. War der Täter bewaffnet? Dazu gibt das Polizeipräsidium in Bayreuth keine Auskunft.

Auch was die Motivlage des Mannes angeht, hüllt sich die Polizei in Schweigen. Die Hintergründe der Tat seien noch Teil der Ermittlungen. An Spekulationen, es habe sich um eine Beziehungstat gehandelt, will sich die Sprecherin nicht beteiligen. Der Mann habe in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt, wiederholt die Polizei ihre Mitteilung. Fest steht, dass bei dem Ausraster ein beträchtlicher Sachschaden entstanden ist: Der geparkte BMW wurde demoliert, mindestens ein zweiter Pkw angefahren eine Mauer samt Zaun zerstört. Der Geländewagen des Täters wies auf Fotos nach der Flucht dagegen nur geringe Schäden auf.

Die Geschehnisse an Heiligabend

Es waren dramatische Szenen, die sich an Heiligabend in einem Baunacher Wohngebiet abgespielt haben: Am Montag (24.12.2018) kam es gegen 10.30 Uhr in Baunach im Landkreis Bamberg zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz.

Anwohner meldeten einen Autofahrer, der mit seinem SUV gegen einen geparkten BMW eines Nachbarn fuhr - und das offensichtlich mit voller Absicht. Das berichtet die oberfränkische Polizei am Nachmittag nach dem Einsatz. Vor Kurzem war ein Lkw-Fahrer wegen einer Amokfahrt durch Franken verurteilt worden.

Der Mann rammte das Auto absichtlich

Was war am Heiligabend in Baunach geschehen? Wie eine Augenzeugin berichtet, fiel der Fahrer bereits auf, als er mehrere Male mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und durchgehend hupend die Straße auf und ab raste. Mehrere Handyvideos, die im Internet kursieren, zeigen, wie der Mann daraufhin mit seinem Fahrzeug zurücksetzt, Gas gibt und mehrmals ein anderes Auto rammt. Dann kracht er auch in einen Zaun des gegenüberliegenden Wohnanwesens.

Wie die Polizei weiter berichtet, versuchte der 57 Jahre alte Mann vor der eintreffenden Streifenbesatzung zu flüchten, raste davon, touchierte einen weiteren Wagen, fuhr kurze Zeit später in einem privaten Anwesen eine steile Böschung herunter - und wurde überwältigt.

Mann leistet Widerstand bei Festnahme - Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdeliktes

Bei seiner Festnahme hat der mutmaßliche Täter Widerstand geleistet. Ein Augenzeuge berichtet zudem, ein Messer in dem SUV gesehen zu haben. Die Kriminalpolizei hat den Fall übernommen und ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. "Es muss erst bewertet werden. Es geht aber darum, mit dem Auto auf jemanden zuzufahren", erklärt Czech.

Der Mann wurde ins Klinikum gebracht

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten war der Mann offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Er wurde leicht verletzt in ein nahe gelegenes Klinikum gebracht. Sonst wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Was war das Motiv für den Ausraster?

"Warum er ausgerechnet dieses Auto beschädigt hat und was die Hintergründe sind, müssen die Ermittlungen zeigen", sagt der Polizeisprecher. Ob es sich um ein Beziehungsdrama handelt, muss untersucht werden. Alkoholisiert war der Baunacher demnach nicht, ob Drogen oder Medikamente im Spiel waren, wird ein Bluttest zeigen.

Anwohner berichteten, dass es bereits in den Wochen vor der Tat zu Streitereien in dem Mehrfamilienhaus, in dem auch der 57-Jährige wohnte, gekommen war. Was der Grund für die teilweise lautstarken Wutausbrüche des Mannes war, ist nicht bekannt.

"Angaben zum entstandenen Sachschaden können derzeit noch nicht gemacht werden. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an", heißt es von Seiten der Polizei. Die Beamten werten auch mehrere Handyvideos aus, die von Augenzeugen gemacht wurden.

Zeugen des Vorfalls in Baunach und mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bamberg-Land unter der Telefonnummer 0951/9129310 zu melden.