"Die ersten Proben fanden noch im Haus Marteau, der einstigen Wohnstätte des berühmten Geigers Henri Marteau und heutigen Internationalen Musikbegegnungsstätte des Bezirks Oberfranken, statt", erinnert sich Verwaltungsleiter Dr. Ulrich Wirz.

Mittlerweile wird im Schullandheim von Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel und im großen Saal des dortigen Kurhotels geprobt, ehe die kleine Oberfranken-Tournee von Hof über Coburg nach Stegaurach bei Bamberg startet.

"Die Idee war es, ein Orchester zu gründen, das ein Repertoire spielen kann, das über kleine Musikschulorchester hinaus geht", so Wirz. Auch der aktuelle Dirigent, der Bamberger Till Fabian Weser, sieht das Jugendsymphonieorchester irgendwo zwischen Musikschulorchester und Bayerischen Landesjugendorchester angesiedelt.

Weser, Mitglied der Bamberger Symphoniker und Leiter der Sommer Oper Bamberg, sagt: "Mein Anspruch ist es, Teilnehmern und Mitwirkenden ein
ernsthaftes und authentisches Verständnis von Musik zu vermitteln."

Das durchaus anspruchsvolle Programm spannt heuer einen weiten Bogen von der Neuen in die Alte Welt. Neben Ausschnitten aus Georges Bizets Oper "Carmen” stehen Aaron Coplands bekannte "Fanfare for the Common Man” und seine Komposition "Letter from Home”, George Gershwins "American in Paris" sowie Maurice Ravels "Boléro" auf dem Programm.

In drei Vorspielen wurden die meisten der 72 mitwirkenden Musikerinnen und Musiker, alle zwischen 14 und 21 Jahren jung, gecastet. Gesangssolisten sind die Sopranistin Victoria Kunze, die Mezzosopranistin Idunnu Münch und der Tenor Nutthaporn Thammathi.

Victoria Kunze ist gebürtige Bambergerin und studiert derzeit an der Hochschule für Musik in Saarbrücken unter anderem Gesang und Musiktheater bei Ruth Ziesak. In einer Neuproduktion von Mozarts "Don Giovanni" gab sie Kunze im Oktober 2013 ihr Operndebut als "Zerlina" bei der Sommer Oper Bamberg.

Idunnu Münch aus München wirkte 2013 bereits bei den Salzburger Festspielen mit, und zwar in Mendelssohns "Sommernachtstraum", begleitet vom Mozarteum-Orchester Salzburg unter der Leitung von Ivor Bolton. Dritter im Bunde ist der 1988 in Thailand geborene Tenor Nutthaporn Thammathi, der seit 2011 am Salzburger Mozarteum studiert.

Die Konzertreihe des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken beginnt am Karsamstag in Hof (Freiheitshalle, 15 Uhr). Am 20. April (Ostersonntag) gastiert es im Coburger Kongresshaus Rosengarten (17.30 Uhr), am 21. April (Ostermontag) in Stegaurach (Aurachtalhalle,17.30 Uhr).

Karten für das Konzert in Stegaurach gibt es an der Tageskasse und im Vorverkauf bei der Gemeinde.