Als sie sich gemeinsam mit ihrem Mann dem Geräusch und den starken Bewegungen im Wasser näherte, fragten sich beide: Ist es ein Fisch oder eine Schlange? Es war beides. Im Wasser war eine Schlange dabei, einen Fisch zu verschlingen, wie sich bei näherem Hinsehen herausstellte.

"Ein Überlebenskampf mitten im idyllischen Hain. Daneben schwimmt ganz unbeeindruckt eine Entenfamilie", kommentierte Bernadette Muckelbauer in der E-Mail, die sie uns mit dem Foto zuschickte. Sie konnte die Schlange eine ganze Weile beobachten, bis sie dann mit samt dem toten Fisch im Maul verschwand.

Nach Auskunft von Jürgen Gerdes, bei der Stadt Bamberg zuständig für das Sachgebiet Natur- und Artenschutz, handelt sich um eine Ringelnatter, die bei uns häufigste Schlange, die vor allem in feuchten Lebensräumen an Gewässern lebt und in Gewässern jagt. Sie sei leicht identifizierbar durch die gelben Halbmonde hinter dem Kopf.

Die Ringelnatter ist laut Gerdes wie alle Nattern ungiftig und für den Menschen harmlos. Die giftigen sind die Ottern, z.B. Kreuzotter, die aber im Stadtgebiet nicht vorkommt. Die dritte Schlangenart in unserer Gegend ist die Schlingnatter (kleiner), auch sie ist harmlos. Die Blindschleiche ist keine Schlange, sondern eine Echse.