"Tun wir heute auch Kühe melken?", "Schau mal, da sind schon welche!"
Über 100 Kinder aus Grundschulen und Kindergärten freuten sich auf den Erlebnistag am Hof der Familie Habersack. Es war der Start der elften Kindertage auf bayerischen Bauernhöfen für den Landkreis Bamberg. Ins Leben gerufen hat die Aktion der Bauernverband. Jungen und Mädchen erlebten am Freitag hautnah, woher eigentlich die Milch stammt und lernten, wo ihr Mittagessen herkommt. In den nächsten Tagen wird es ähnliche Veranstaltungen auf insgesamt zwölf Bauernhöfen in der Region geben.


Landwirtschaft hautnah

Neben den kleinen Forschern hatten sich auch Ehrengäste aus landwirtschaftlichen Verbänden und Landbäuerin Anneliese Göller in Kappel eingefunden. Diese betonte die hohe Bedeutung des Kindertags, da es heutzutage immer weniger Berührungspunkte mit der eigenen Nahrung gebe.

Das Jungbauernduo Stefan und Anja Habersack führte die jungen Entdecker über den Bauernhof. Im Freilaufstall mit knapp 140 Milchkühen rochen und sahen sie, was die Tiere fressen - und was wieder herauskommt. Die vollautomatische Melkanlage wirkte für manche zunächst etwas unheimlich. "Brauchst keine Angst haben.", wurde einem verängstigtem Mädchen Mut gemacht. Tatsächlich erwies sich Roboter "James" und das Milchvieh als harmlos, so dass manche Kinder sich sogar selbst am Melken versuchten. Anderen waren da die Kälber schon lieber. Doch einen Moment nicht aufgepasst, schon saugte das Tier an der Hand. "Das kitzelt!" Für viele war es der erste Kontakt mit Kühen. Bei Anneliese Göller lernten die Nachwuchsbauern verschiedene Getreidesorten und deren Verwendung als Popcorn oder im Müsli kennen.

Schließlich verließen alle die Lernstätte Bauernhof mit einem Lächeln, eine Gruppe durfte sogar im Traktoranhänger zurück zur Schule fahren.