Vergangenheit

Stadtarchäologie erzählt Geschichte Bambergs

Seit November letzten Jahres hat die Stadt Bamberg einen eigenen Stadtarchäologen. Unter dem Dach der Unteren Denkmalbehörde engagiert sich Stefan Pfaffenberger für den Erhalt, die Pflege und die Erforschung des im Boden verborgen liegenden, historischen Erbes der Stadt Bamberg.
Stefan Pfaffenberger Foto: RiegerPress
"Stadtarchäologie ist doch weit mehr als nur ein lästiges Übel für Bauherren, welche die Bauzeit nur verlängert." Um mit diesen falschen Vorurteilen aufzuräumen will der Stadtarchäologe Stefan Pfaffenberger, der nunmehr seit rund einem Jahr in seinem neuen Amt ist, verstärkt an die Öffentlichkeit gehen.

Daher habe er beispielsweise kürzlich einen ausführlichen Vortrag über die frühe Archäologie an der Volkshochschule Bamberg gehalten.

"In diesem wurde deutlich, welche wichtige Rolle die Archäologie spielt. Sie erzählt nämlich Stadtgeschichte in einer Zeit, in der es noch keine Schriftquellen gibt", erläuterte er. So ließe sich aufgrund von Funden nachweisen, dass bereits in der mittleren Steinzeit, also im Jahre 10.000 v. Chr. die letzten Jäger und Sammler durch die Region Bamberg gezogen sind. Auch in den nächsten Jahrhunderten lasse sich kontinuierlich in Bamberg eine Besiedlung belegen, die beispielsweise in der Bronzezeit immer dichter geworden ist. Anhand von Funden von Urnenbestattungen konnte man sogar um 1200 bis 750 v. Chr. ein Bestattungsgebiet im Bereich des heutigen Friedhofes nachweisen. "Und im Frühmittelalter um das Jahr 902 v. Chr. haben wir anhand von Mauerresten auf dem Domberg sogar eine Befestigungsanlage mit einer Kirche ausfindig machen können", schilederte Pfaffenberger. Neben dieser frühen Burg belegen Ausgrabungen weitere Siedlungszentren wie am Michaelsberg, im Sandgebiet, wo im frühen Mittelalter Handwerker und Händler ansässig waren, sowie in der Theuerstadt und am Deutschen Haus.

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