Nach Abschluss der Kanal- und Wasserleitungsbauarbeiten und der Fertigstellung der Ortsumgehung von Treppendorf soll nun die Kirche in Treppendorf saniert werden. Erster Bürgermeister Georg Bogensperger (CSU) erläuterte im Marktgemeinderat, dass bereits im Vorfeld der Baugrund und die Statik untersucht wurden.

Architekt Peter Schickel stellte das Sanierungskonzept vor. Die Kapelle wurde im 19. Jahrhundert errichtet, 1906 die Sakristei angebaut und 1929 wurde die Kapelle erweitert. An der Anbaustelle ist ein Riss entstanden, der wahrscheinlich durch den Schwerlastverkehr auf der Durchgangsstraße in unmittelbarer Nähe entstanden ist, sagte der Architekt.

Er stellte fest, dass die Mauerschäden das übliche Maß nicht übersteigen und eine normale Restauriereung ausreichend sei. Die größeren Risse im Mauerwerk sollen "vernadelt" und so dauerhaft geschlossen werden. Schickel schlug vor, stark vom Holzwurm befallene Balken in der Dachkonstruktion auszutauschen beziehungsweise zu behandeln und schadhafte Ziegel zu erneuern. Zur Reparatur der Fenster sind Glaser- und Metallbauarbeiten erforderlich. Der Altarraum soll etwas größer werden, so dass der Priester und die Ministranten genügend Platz haben. Dafür fallen ein paar Bänke für die Kirchenbesucher weg.

Schickel zeigte im Gemeinderat Bilder von dem vorhandenen Natursteinboden, der von der Feuchtigkeit "versalzt" ist. Er schlug vor, den Boden komplett zu erneuern.
Als Untergrund soll ein Gussasphalt-Estrich aufgetragen werden, der zum einen den Vorteil hat, dass er wärmedämmend ist und zum andern eine geringe Aufbauhöhe beansprucht. Unter den Bänken ist ein Bodenbelag aus Holz vorgesehen.

Ebenfalls in seinem Konzept hat der Architekt die Glockeninstandsetzung und die Gestaltung der Außenanlagen berücksichtigt. Insgesamt muss der Markt Burgebrach, der Eigentümer der Kapelle "St. Peter" und zumindest für die Hülle verantwortlich ist, mit rund 185 000 Euro Sanierungskosten rechnen. Der Marktgemeinderat stimmte dem Sanierungskonzept einstimmig zu. Eine Eigenleistung der Bevölkerung wird - so weit möglich - angestrebt. Mit der Sanierung soll Anfang 2013 begonnen werden.