Ein goldenes Händchen beim Ziehen des Samurai-Schwertes hat Stephan Rieger vom Aikikai Bamberg bewiesen. Bei gleich zwei Meisterschaften in der japanischen Schwertkampfkunst Iaido erkämpfte er sich jeweils den ersten Platz in der Kategorie Mudan. Zunächst hatte er bei den bayerischen Meisterschaften eine Goldmedaille errungen. Nun konnte er dies bei der 23. deutschen Iaido-Meisterschaft in Heidelberg wiederholen. Seine Vereinskollegin Sabrina Zenk erkämpfte sich zweimal Rang 3 in der gleichen Gruppe.
Die Medaillengewinner bei den beiden letzten Bayernturnieren in der Kategorie Sandan, Barbara Müller und Ruth Beck aus Bamberg, konnten krankheitsbedingt nicht bei den "Deutschen" antreten. An zwei Tagen wurden die deutschen Meister des Iaido in den Einzel- und Team-Wettkämpfen ermittelt.
Dabei zeigten jeweils zwei Iaidoka auf zwei nebeneinander liegenden Kampfflächen drei bis fünf festgelegte Bewegungsformen, die unterschiedlichen Kampfsituationen entsprechen. Drei hochrangige Wettkampfrichter entschieden, wer die bessere Performance gezeigt hat. Rudi Müller (6. Dan) und Lothar Beck (5. Dan) aus Bamberg waren als Wettkampfrichter in Heidelberg dabei. Damit die Neutralität gewahrt bleibt, durften sie aber nur Kämpfer(innen) beurteilen, die nicht aus Bayern kamen.


Für Bayern erfolgreich

Die Iaido-Mannschaft, der Stephan Rieger angehörte, war mit dem Erreichen des zweiten Platzes erfolgreich. Hierbei kämpften jeweils Teams aus den Landesverbänden gegeneinander. Jeder Landesverband konnte mehrere Teams, die jeweils aus drei Iaidoka bestehen, entsenden. Bemerkenswert war die große Präsenz der bayerischen Wettkämpfer, die sich gegen die starken Teams aus Braunschweig, Berlin und Frankfurt durchsetzen konnten. So errangen die Kämpfer aus dem Freistaat die Gold- und die Silbermedaille sowie den "Figh ting-Spirit-Preis". Iaido wird in Bayern seit über 30 Jahren ausgeübt, wobei die Bamberger Schwertkampf-Gruppe die meisten Mitglieder zählt.