Für den TSV Aubstadt war der 2:1 (1:1)-Sieg in der Fußball-Bayernliga Nord gegen die DJK Don Bosco Bamberg ein hartes Stück Arbeit. "Wir haben zuletzt zwei Mal gegen sie 0:0 gespielt. Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner, der uns durch seine zwei kopfballstarken Spieler Müller und Kettler bei Standards immer wieder in Verlegenheit gebracht hat", meinte TSV-Trainer Josef Francic.

In der Tat waren die Gastgeber in den ersten 20 Minuten noch gar nicht richtig auf dem Platz. Sie ließen den Gegner schalten und walten, wie sie es schon öfter am Anfang in Heimspielen machten. Nur diesmal nutzten die Gäste ihre Vorteile auch zu einer Führung, die den Matchplan des TSV mit einem 4-4-2-System arg auf die Probe stellte. Bereits in der elften Minute war die Aubstädter "Macht im Grabfeld" ziemlich ohnmächtig. Ingo Feser, Dominik Grader und Patrick Kirsten überließen unschlüssig einer dem anderen den wendigen Simon Allgeier. Der Bamberger nahm den Ball innerhalb dieses Spielerdreiecks an, fackelte nicht lange und überwand Torwart Christian Mack zum 0:1. Es war allerdings auch der erste Schuss aufs TSV-Tor. Vorher hatte Mack nur einige Flankenbälle herunterpflücken müssen.

Zehn Minuten Schockstarre

Es folgten weitere zehn Minuten Schockstarre und dann erst in der 21. Minute der erste Schuss aufs DJK-Tor durch Martin Thomann nach Vorarbeit von Max Schebak. Der aufmerksame Keeper Julian Glos parierte. Aber jetzt waren die Einheimischen wenigstens hellwach und produzierten die Gefahr für das Bamberger Tor, die zumindest erst mal drei Großchancen ergab. In der 40. Minute legte Max Schebak nach einem schönen Spielzug für Dellinger auf, und der stocherte mit seinem zweiten Versuch den Ball über die Linie zum 1:1. "Dass wir den Ausgleich noch vor der Halbzeit geschafft haben, war der Knackpunkt. Es hätte sonst ein schwieriges Anrennen geben können. So hatten wir noch 45 Minuten für den Siegtreffer", meinte Francic.

DJK startet abermals besser

Doch der zweite Abschnitt begann wie der erste. Wieder bestimmten die Gäste das Geschehen auf dem Feld. Wenn man nicht wüsste, wie gut die Hausherren Fußball spielen und auch die Dosis bestimmen können, wann sie auf Geduld spielen und wann sie das Tempo noch einmal anziehen, hätte man ihre defensive Einstellung auch provokativ sehen können. Die DJK Bamberg war aber wirklich so stark und hatte gemerkt, dass auch der Tabellendritte an diesem Tag Federn lassen könnte.

Aber die Wildensorger waren dann doch nicht stark genug, um Martin Thomann am 13. Oktober sein 13. Saisontor zu verwehren, das aber aus dem Nichts kam. Bei einer Flanke von der rechten Seite stieg der Torjäger aus der Umzingelung heraus exakt im richtigen Bruchteil der Sekunde hoch und setzte den Ball mit dem Kopf ins untere Eck.

Rote und Gelb-Rote Karte

Francic sah sich in seiner Einschätzung des Gegners, der drei Mal zuvor verloren hatte, bestätigt. "Die Bamberger haben uns 90 Minuten lang nicht in Ruhe gelassen." In der Tat war das Spiel nach den zwei Platzverweisen, Rot und Gelb-Rot für die Gäste in der Schlussphase, erst mit dem Abpfiff entschieden. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit Zeit genug, geduldig zu sein und noch mal Gas zu geben. Das haben wir mit einer sehr guten Einstellung echt prima gemacht", lobte der TSV-Coach, und phasenweise blitzte dabei auch die brillante Spielkunst auf, mit der das Team in dieser Saison schon öfter die Zuschauer begeisterte.red

TSV Aubstadt -

DJK Don Bosco Bamberg 2:1

TSV Aubstadt: Mack - Bauer, Kirsten, Grader, Feser - Dellinger (77. Kraus), Behr, Leicht, Chr. Schmidt (59. Markus Thomann) - Schebak (46. Grell), Martin Thomann / DJK Don Bosco Bamberg: Glos - Strobler (56. Jessen), Niersberger, Müller, Allgaier - Hoffmann (46. Spies) , Trawally - Schmoll (77. Schmauser), Wunder, Kettler - Rosiwal / SR: Marx (Aschaffenburg) / Zuschauer: 250 / Tore: 0:1 Allgaier (11.), 1:1 Dellinger (40.), 2:1 Martin Thomann (74.) / Gelb-Rote Karte: - / Allgaier (90. + 1) / Rote Karte: - / Müller (84., Notbremse)