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Victoria-Damen sind zum 22. Mal Meister

Jetzt ist es offiziell: Die Damen des SKC Victoria beenden die abgebrochene Bundesliga-Saison als deutscher Meister.
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Meisterurkunde und -Medaillen erhielten die Damen des SKC Victoria Bamberg per Post. Foto: privat
Meisterurkunde und -Medaillen erhielten die Damen des SKC Victoria Bamberg per Post. Foto: privat

In der vergangenen Woche kam die gute Nachricht bei Mannschaftsführerin Daniela Kicker an, übermittelt durch den Deutschen Keglerbund Classic (DKBC): Die Damen des SKC Victoria Bamberg erhielten die Urkunde des deutschen Meisters, das Meisteremblem sowie die Goldmedaillen per Post geschickt. Das macht sie nach einem lange andauernden Entscheidungsprozess zum ersten Corona-Meister in der Geschichte des deutschen Kegelsports.

"Es hat lange gedauert, bis die Entscheidung stand, wie es mit der Saison weitergeht. Der von Beginn an eingeschlagene Weg der DKBC-Verantwortlichen wurde von unserer Seite befürwortet, allen voran der Drei-Stufen-Plan. Dass es dann zu einem Einspruch durch einen Bundesligaklub kam, sorgte vielerorts für Unverständnis. Schließlich hat das Präsidium sein Vorgehen entsprechend verbessert und den Drei-Stufen-Plan durch den Ländersportrat beschließen lassen, worauf es dann zu Umsetzung dieses Plans kam", erklärt SKC-Vorsitzender und Bundesligasprecher Markus Habermeyer.

Feld von hinten aufgerollt

Glücklich ist auch Team-Kapitänin Dany Kicker. "Die erneute Meisterschaft bedeutet uns in diesem Jahr sehr viel, da wir aufgrund diverser Probleme das Feld von hinten aufrollen mussten, um am Ende als Tabellenführer dazustehen. Die dazugehörige Meisterfeier werden wir definitiv zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, denn auch das haben wir uns verdient."

Wie bei den Damen ist auch die Saison bei den Herren zu Ende. Nach dem 16. von 18 Spieltagen lag der SKC Victoria punktgleich mit dem TSV Breitengüßbach (beide 22:10 Punkte) auf Rang 3, sicherte sich aber dank der höheren Anzahl an Mannschaftspunkten die Bronzemedaille und das Startrecht für den NBC-Pokal. Meister wurde erneut der SKV Rot-Weiß Zerbst, die Vizemeisterschaft ging an den SKC Staffelstein.

Wilke und Kunze nach Zerbst

Da das Final Four um den DKBC-Pokal aufgrund der Corona-Krise abgesagt wurde, entging den Bambergern ein weiteres Saisonhighlight und vielleicht auch eine weitere Medaille. "Jeder von uns ist froh, dass die Saison nun endgültig zu Ende ist, da nach zwei bis drei Monaten Pause keiner mehr die noch fehlenden zwei Spiele nachholen wollte. Bronze ist am Ende der verdiente Lohn", sagt SKC-Teamkapitän Christian Wilke, für den die Zeit im Bamberger Trikot ein Ende nimmt. Zusammen mit Dominik Kunze zieht es ihn zum Abonnementmeister nach Zerbst, das mittlerweile so etwas wie eine "weiterführende Schule" des SKC Victoria darstellt. Künftig spielen mit Manuel Weiß, Florian Fritzmann, Dominik Kunze, Christian Wilke und Timo Hoffmann schon fünf Spieler, die auch schon das Bamberger Trikot trugen, für Zerbst.SKC