Herber Rückschlag für den FC Eintracht. Die Bamberger verloren am Samstag die Regionalliga-Partie beim SV Schalding-Heining mit 0:1 (0:1). Damit wird es nun immer schwieriger, den Klassenerhalt noch auf direktem Weg zu schaffen. Einziger Hoffnungsschimmer: Von den vier Klubs in der Gefahrenzone konnte nur der SV Heimstetten einen Punkt holen. Die Konkurrenten aus Garching und Seligenporten gingen wie der FC Eintracht leer aus. Der Abstand zu den rettenden Plätzen beträgt jetzt schon sieben Punkte.
FCE-Präsident Mathias Zeck feierte am Spieltag seinen 47. Geburtstag. Ein Geschenk konnte ihm die Mannschaft aber nicht bereiten. In den ersten zehn Minuten waren die Bamberger präsent, sie wussten ja um ihren Auftrag, bei den Niederbayern gewinnen zu müssen. "Wir haben dann aber unerklärlich nachgelassen", sagte Norbert Schlegel. Der Coach des FC Eintracht konnte sich keinen Reim darauf machen, was der Grund dafür war.
Auf alle Fälle übernahmen die Gastgeber das Kommando und hatten auch die erste Großchance: Nach Flanke von Michael Pillmeier köpfte Markus Gallmaier völlig freistehend, aber Tormann Christian Berchthold, der beste Mann seines Teams, fing die Kugel (10.).
Es folgten weitere klare Möglichkeiten für die Gastgeber vor gut 600 Besuchern. Gallmaier und Christian Brückl, beide in der 17. Minute, scheiterten an Berchthold. Albert Krenn schoss nur knapp vorbei (19.). Als Brückl dann einen Freistoß von der linken Außenlinie ins Zentrum brachte, stieg Sebastian Escherich hoch und köpfte den Ball zum 1:0 und seinem ersten Saisontor ein (26.). "Wir hatten das noch vorher angesprochen", ärgerte sich Coach Schlegel, dass sein Personal diesen Gegentreffer nicht verhindern konnte.
Nun waren die Bamberger gefragt, mussten mehr riskieren - und das ist gegen die konterstarken Schaldinger mit ihren schnellen Spitzen Pillmeier und Gallmaier immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Auf der anderen Seite hatte Nicolas Görtler per Freistoß eine Möglichkeit (33.). Aber die ganz großen Tormöglichkeiten für die Oberfranken blieben Mangelware, wie auch Schlegel bestätigte: "Wir hatten nicht die Vielzahl an Chancen." Die Heimelf hatte bis zur Pause noch die eine oder andere Gelegenheit. Bamberg schwamm phasenweise, aber Keeper Berchthold hielt sein Team weiter im Spiel.

Göpfert scheitert am Torhüter

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigte der FC Eintracht wieder mehr Engagement. Dominik Schmitt sorgte mit einem Flankenball für Gefahr (48.) und der eingewechselte Nico Haas versuchte sich mit einem satten Schuss (54.): "Wir konnten das Spiel in dieser Phase offener gestalten", so Schlegel, zu einem Treffer reichte es aber nicht. Vielmehr hatten die Gastgeber nach einer guten Stunde durch Pillmeier, Gallmaier und Manuel Mader drei großartige Gelegenheiten, die Führung auszubauen - aber Endstation war immer wieder bei Berchthold.
Die beste Möglichkeit im ganzen Spiel zum Ausgleich bot sich kurz vor dem Ende. Einen Freistoß von Haas köpfte der aufgerückte Silas Göpfert maßgenau auf den Schaldinger Kasten, aber nun stellte auch Torwart Werner Resch sein Können unter Beweis und fischte den eigentlich unhaltbaren Ball noch aus dem bedrohten Eck.
Dann war Schluss und die erste Auswärtsniederlage für den FC Eintracht unter Schlegel stand fest. "Die Niederlage geht leider in Ordnung. Wir waren über die 90 Minuten nicht so präsent, wie es erforderlich ist, wenn man punkten will. Unser Problem war zudem, dass wir zu wenig Torchancen hatten. Mich ärgert die Niederlage, denn wenn ein Torwart wie Christian Berchthold einen so großen Tag hat wie in Schalding, dann muss man sich eigentlich dafür belohnen", bilanzierte Schlegel.
SV Schalding-Heining: Resch - Buchinger, Escherich, Zacher, Huber - Krenn (70. Mader), Brückl, Lechner (70. R. Huber), Eibl - Pillmeier, Gallmaier (83. Wiesmaier) / FC Eintracht Bamberg: Berchthold - Kishimoto, Göpfert, Jerundow (70. Strohmer), Altwasser - Alfieri, Schmitt - Schäffler, Trautmann (46. Niersberger), Dotzler (46. Haas) - Görtler / SR: Fleischmann (Burglengenfeld) / Zuschauer: 628 / Tor: 1:0 Escherich (26.) /
Gelbe Karten: Huber / Schäffler, Jerundow, Görtler