Letztendlich souverän setzte sich der Tabellenführer der Fußball-Landesliga Nordost, der ATSV Erlangen, mit 2:0 beim SV Memmelsdorf durch. Dabei durften sich SVM-Trainer Rolf Vitzthum und sein "Co", Marco Zahn, vor dem Spiel durchaus berechtigte Hoffnungen machen, denn ihr Team war seit dem 26. August ungeschlagen.
Mit breiter Brust und offensiv ausgerichtet startete die Heimelf den Angriff auf den zweiten Tabellenplatz. Sie versuchte, den Spitzenreiter in dessen Hälfte zu beschäftigen und nicht ins Spiel kommen zu lassen. Diese Taktik ging zunächst auf: Die Mittelfranken spielten abwartend und zeigten sich wenig angriffslustig. Es dauerte beinahe eine Viertelstunde, bis es zum ersten Torschuss durch Dominik Schütz kam, der den Ball jedoch ans Außennetz setzte.
Danach konnten die Zuschauer erkennen, was die Gäste zu Recht an der Tabellenspitze hält: Erlangen schaltete immer wieder blitzschnell in den Angriffsmodus um. In der 18. Min. tauchte wie aus dem Nichts Sebastian Glaser vor SVM-Torhüter Florian Dörnbrack auf, dieser konnte den Schuss jedoch parieren. Es sollte für ihn an diesem Nachmittag nicht die letzte Gelegenheit gewesen sein, sich auszuzeichnen, denn die Erlanger setzten ihre gefährlichen Stürmer immer wieder in Szene. Die Heimelf ließ sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und spielte weiterhin gefällig nach vorne. Und so kamen auch sie durch Michael Wernsdorfer und Schütz zu weiteren Torchancen, die jedoch zu ungefährlich waren. In der 33. Min. hatten die Gäste schon die dritte Großchance, die 38. Min. brachte die zu dem Zeitpunkt verdiente Führung für den Tabellenführer. Ein Fehlpass im Spielaufbau der Memmelsdorfer führte zum Treffer durch Kammermeyer.
Nach dem Seitenwechsel nahm erneut der SVM das Heft in die Hand. Was an diesem Spieltag jedoch aufseiten der Heimelf fehlte, waren klare Torchancen. Trotz deutlich mehr Spielanteilen schaffte es die Vitzthum-Truppe nicht, echte Torchancen herauszuarbeiten. Zwei Schüsse durch Peter Koch (47") und Christopher Sowinski (52.) wurden vom gegnerischen Torhüter bzw. der Abwehr vereitelt, ansonsten hatte man nicht wirklich das Gefühl, dass der Ausgleich in der Luft lag. Kurz vor Ende der Partie gab es für die Heimelf die erste echte Möglichkeit zum 1:1, doch Schütz verzog einen Volleyschuss knapp. Die Nachspielzeit brachte das 0:2. V. Amegan tankte sich nach einem Freistoß alleine durch die Abwehr und ließ dem glänzend aufgelegten Dörnbrack mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance. sm