Der Knoten ist auch am achten Spieltag der Fußball-Bayernliga Nord nicht geplatzt. Der SV Memmelsdorf unterlag am Samstag in der Schmittenau der Viktoria aus Aschaffenburg mit 0:3 und bleibt mit zwei Punkten das Schlusslicht der Tabelle. Das war eine weitere Niederlage ohne eigenen Torerfolg. Nur zwei Treffer in acht Spielen zeigen doch die Schwäche der Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Heidenreich im Abschluss auf.
Mit den Gästen aus Unterfranken stellte sich vor 250 Zuschauern in der Schmittenau eine Mannschaft mit reiferer Spielweise vor. Die Elf wird sich in dieser Verfassung in der Spitze der Tabelle festsetzen. Ziel ist ja der Wiederaufstieg. Die jungen Spieler gingen ein hohes Tempo, zeigten Qualität.
Die Aschaffenburger waren schneller am Ball und auch gedanklich beweglicher.
Die Viktoria ließ den Ball gekonnt durch die Reihen laufen, alle Spieler waren in Bewegung und mit schnellen Spiel über die Flügel sorgten sie immer wieder für Gefahr. Die Memmelsdorfer Mannschaft muss noch viel lernen, um vom Tabellenende weg zu kommen. Nur teilweise hatte die Elf gute Szenen, aber zu wenige, um das Spiel an sich zu reißen. Viel blieb Stückwerk. In entscheidenden Situationen zu langsam in der Reaktion und zu viele Fehler - das stärkte immer wieder den Gegner. Nach der bösen 0:5-Schlappe in Regensburg fehlte den jungen Memmelsdorfern noch das Selbstvertrauen. Die Elf muss in Zukunft mehr Zweikämpfe gewinnen und leichte Fehler abstellen.
Der SV Memmelsdorf hatte zu Beginn und und kurz nach der Halbzeit seine beste Zeit. Die knappe 1:0-Fühung der Gäste stand bis zur 67. Min. In der 60. und 61. Min. hatten es die Memmelsdorfer in der Hand, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Pflaum und Krüger nahmen das Tor unter Beschuss, scheiterten aber knapp. Memmelsdorf versteckte sich zu Beginn der Begegnung keinesfalls, hielt bis zum Gegentor gut mit.
Das 1:0 in der 15. Min. kam zu schnell. Blitzschnell löste sich Fiordellisi, Torwart Haupt kam einen Schritt zu spät aus dem Kasten. Das Tor roch aber stark nach Abseits. Danach erhöhten die Gäste wieder die Schlagzahl, zogen sicher ihre Kreise. Aber die Abwehr des SV Memmelsdorf stand, stemmte sich dagegen, aber nach vorne lief nur noch wenig. Bis zur Pause gab es nur noch zwei Möglichkeiten auf beiden Seiten.
Der SV Memmelsdorf kam entschlossener aus der Kabine und hatte bis zum 0:2 seine stärkste Phase. Die Unterfranken drosselten etwas das Tempo, aber die Gastgeber schafften es nicht, ein sicheres Spiel aufzuziehen. Die Mannschaft verzettelte sich zu sehr im Mittelfeld, war im Abschluss zu schwach.
In der 67. Min. fiel dann die Entscheidung. Viktoria-Torjäger Pieper nutzte den freien Raum, den ihm die Abwehr gab und schoss zum 0:2 ein. Der SV Memmelsdorf hatte nun nicht mehr die Kraft, um das Blatt noch zu wenden. Den Deckel drauf zum 0:3 machte Fiordellisi in der 67. Min.

SV Memmelsdorf - Viktoria Aschaffenburg 0:3
SV Memmelsdorf: Haupt - Wolfschmidt (12. Paliyski- 76. Saal), Spies, Borgelt, Wagner, Scharf, Pflaum, Neuß ( 87. Andreychuk), Krüger, Ghiaccio, Mallette / Viktoria Aschaffenburg: Steigerwald - Schnitzer (73. Daudi), Löhr, Pieper, Fiordellisi, Gerhart (56. Fritsch), Schmidt, Alikhil, Cheron, Toch, Franz (83. Kirchner) / SR: Dotzel (Heidenfeld)/ Zuschauer: 250 / Tore: 0:1 Fiordellisi (15.) 0:2 Pieper (67.) 0:3 Fiordellisi (72.) / Gelbe Karten: Krüger / -