Doch die Miene von Christian Graf verfinsterte sich nach knapp einer halben Stunde wieder. Alassane Kane, den sein Bewacher David Drösler bis dato bravourös aus dem Spiel genommen hatte, kam an den Ball. Der US-Amerikaner ließ Jan-Peter Grunz im Würzburger Tor keine Chance und schob trocken ein (29.). 1:1 - der schlaksige Strafraumstürmer der weiß gekleideten Gäste hatte die WFV-Rechnung durchkreuzt.

Das schmeckte den spielerisch überzeugenden FV-lern gar nicht, die weiter Druck aufbauten. Der WFV schnürte die Memmelsdorfer in ihrer eigenen Hälfte ein und sorgte zwangsläufig für Chancen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte Jannik Fischer am glänzend reagierenden Jürgen Jensch. Vier Minuten später hatte Jensch aber das Nachsehen, als der nicht unbedingt als Kopfballungeheuer bekannte Lukas Weimer nach einer Maßflanke von Andreas Ganzinger völlig frei stehend einköpfte.