Der SV Memmelsdorf hat mit einer Niederlage gegen die SpVgg Selbitz wieder einen Rückschlag in der Fußball-Bayernliga Nord hinnehmen müssen. Man merkte bei der 1:3-Pleite am Samstag, dass die Mannschaft noch nicht gewachsen ist. Trainer Eigner muss wegen Verletzungspech, Urlaub und Spielersperre immer wieder umstellen und so fehlt die Geschlossenheit und die Sicherheit im Spiel. Selbitz hatte sich nach einer Niederlagenserie viel vorgenommen und dies auch auf dem Spielfeld umgesetzt.

Zwei Kontertore gefangen

Der Führungstreffer in der 21. Minute fiel im richtigen Augenblick. Trainer Lauterbach (Selbitz) betonte: "Nach dem schnellen Tor haben wir zu unserer Spielweise gefunden." SVM-Trainer Eigner bemängelte dagegen, dass seine Mannschaft bei der Rückwärtsbewegung zu langsam und zu schlecht umgeschaltet und somit zwei Kontertore eingefangen hat.
Die Gäste hatten in der ersten Hälfte nur zwei Chance und diese in Tore umgesetzt.

Memmelsdorf suchte in der ersten Viertelstunde die Offensive. In der 15. Minute gelang ein gelungener Angriff über drei Stationen, aber der Schuss von Beiersdorfer konnte gerade noch zur Ecke abgewehrt werden.

Als Memmelsdorf versuchte, das Spiel zu machen, wurde die Elf in der 21. Minute kalt erwischt. Ein schneller Angriff durch die Mitte, ein genauer Pass zu Elbl und sein Schuss ins lange Eck brachte die Führung. Der Führungstreffer kam dem Spiel der Gäste zu Gute. Sie konnten nun ihre Spiel aufziehen, mit verstärkter Abwehr die Memmelsdorfer in Schach halten.

In der 38. Minute fiel dann das 0:2 nach einem Foulspiel im Strafraum. Gabler verwandelte den Elfmeter sicher. Drei Minute später die große Möglichkeit für den SVM heranzukommen und das Blatt noch zu wenden: Elfmeter für die Gastgeber. Mikitow trat an, jagte den Ball allerdings an die Latte.Nach der Pause spielten die Gäste ihre Routine aus, zeigten die reifere Spielweise. Die Gastgeber versuchten zwar immer wieder, zum Erfolg zu kommen, berannten das Tor, konnten dies aber nicht in Tore umsetzen. Ein halbes Dutzend Möglichkeiten taten sich auf, aber den Gästen gelang es, diese im letzten Augenblick abzublocken.

Im Gegensatz zur ersten Halbzeit versuchte die SpVgg mit der sicheren Führung einige gefährliche Vorstöße. In der 72. Minute wurde das Spiel dann endgültig entschieden. Ein Angriff über die linke Seite, die Flanke kam flach nach innen, Herrmann stand frei und hatte keine Mühe den Ball zum 0:3 zu versenken. Den Memmelsdorfern gelang nur noch Ergebniskosmetik: In der 86. Minute fasste sich Beiersdofer ein Herz, zog ab und erzielte den Ehrentreffer. Trainer Eigner hat noch viel Arbeit vor sich, um die junge Mannschaft zu formen. gs