Ein enorm wichtiges Spiel steht für die Baunach Young Pikes am Sonntag (16 Uhr) in der 2. Basketball-Liga ProA auf dem Programm, wenn sie beim Tabellenletzten in Dresden zu Gast sind. Die Titans hatten eine extrem unruhige Saison mit einem Trainerwechsel, Liam Flynn übernahm von Steven Clauss, und einigen Veränderungen im Spielerkader. So verließen im Januar die beiden Topscorer Randal Holt und Jervon Pressley sowie der Deutsche Daniel Krause den Verein. Dafür wurden aber mit Joseph Bertrand, Jeremy Dunbar und Marqueze Coleman drei neue Akteure verpflichtet.
So richtig ausgezahlt hat sich diese Personalrochade aber bisher nicht, denn seit nunmehr acht Begegnungen warten die Gastgeber auf ein Erfolgserlebnis. Sie waren oft dran an einem Sieg, gaben dann aber regelmäßig den möglichen Erfolg wieder aus der Hand. Um das Ziel Klassenerhalt doch noch zu schaffen, müssten die Sachsen ihre letzten fünf Spiele alle gewinnen und am Sonntag auch den direkten Vergleich für sich entscheiden, denn die Baunacher gewannen das Hinspiel mit 100:81. Da sie zudem darauf hoffen müssten, dass die Young Pikes keinen weiteren Sieg erringen, sind ihre Chancen auf den Nichtabstieg nur noch theoretischer Natur.
Doch genau diese Situation macht die Gastgeber unberechenbar, denn nun haben die Titans nichts mehr zu verlieren und können befreit aufspielen. So hielten sie auch am letzten Wochenende in Hanau bis weit in das letzte Viertel sehr gut mit, unterlagen aber am Ende noch klar mit 73:87. Ricky Price (12 Punkte), Dunbar (14) und Helge Baues (11) waren die besten Werfer bei den ersatzgeschwächten Dresdnern, die auf ihre beiden verletzten Amerikaner Coleman und Sturner verzichten mussten. Am Sonntag dürfte die Flynn-Truppe aber wieder komplett sein.


Villmeter fordert mehr Konstanz

Für die Schützlinge von Fabian Villmeter und Mark Völkl wäre ein Erfolg beim Schlusslicht Gold wert, denn dann könnte man den Vorsprung auf den Vorletzten aus Essen auf drei Siege ausbauen (falls Essen gegen Crailsheim unterliegt), so dass die Chancen auf den Klassenerhalt enorm steigen würden. Coach Villmeter warnt davor die Titans am Tabellenplatz zu messen: "Ich erwarte eine schwere Aufgabe gegen eine stark veränderte und deutlich verbesserte Titans-Mannschaft. Für meine Jungs wird es darum gehen, auswärts mit mehr Konstanz aufzuwarten als zuletzt in Paderborn. Zwei schwache Fünf-Minuten-Phasen haben uns dort unsere Siegchance gekostet. Damit dies am Sonntag nicht so ist, muss jeder Spieler seinen Teil beitragen."
Dazu muss auch für die erste Fünf um Nikolic, Kulboka, Olinde, Müller und Kratzer mehr Unterstützung von der Bank kommen. Sollte dies wie bei den letzten Siegen in Essen und gegen Hanau oder zuletzt bei der tollen Begegnung gegen Spitzenreiter MBC gelingen, können die Young Pikes die Punkte aus Dresden mitnehmen.
Es bleibt allerdings abzuwarten, mit welcher Aufstellung die Baunacher nach Dresden fahren. Zumindest sollte der zuletzt verletzte Daniel Keppeler wieder einsatzfähig sein. Ob man Spieler für den Kader von Brose Bamberg abstellen muss, entscheidet sich kurzfristig. Auch für dieses Spiel wird unter www.dresden-titans.de ein Livestream angeboten. red