Bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin ermitteln bis Freitag die besten Nachwuchsschwimmer Deutschlands ihre Meister. Für viele Aktive ist bereits die Qualifikation für diese Titelkämpfe ein großer Erfolg, denn nur die 20 bzw. 30 schnellsten Schwimmer pro Jahrgang und Disziplin, die im Zeitraum vom 1.12.2016 bis 30.4.2017 den Sprung auf die Bestliste des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) geschafft haben, durften sich über ein Ticket freuen. An fünf Wettkampftagen werden 1600 Schwimmer 5523 Starts in Vor- und Endläufen absolvieren. Auch sieben Aktive der SG Bamberg haben sich sich für das fünftägige Großereignis qualifiziert.
Die größten Hoffnungen der SG Bamberg ruhen auf Nachwuchstalent Fabienne Wenske (Jahrgang 2004), die in mehreren Disziplinen realistische Medaillenchancen hat. Bei ihren letzten Wettkämpfen überzeugte sie mit vielen neuen Bestzeiten, aber auch sie wird perfekte Rennen benötigen, um sich gegen die harte Konkurrenz durchzusetzen. Zudem hat sich die Schülerin ein echtes Mammutprogramm vorgenommen: Sie wird antreten über 200 m, 400 m, 800 m und 1500 m Freistil, 50 m und 200 m Rücken sowie 200 m und 400 m Lagen.
Kevin Kertész (2003) plant ebenfalls mit einem harten Programm für Berlin: Der 14-Jährige wird über 200 m Schmetterling, 400 m Lagen, 400 m Freistil und 1500 m Freistil antreten und kann sich mit guten Rennen vielleicht sogar einen Startplatz im Finale sichern.
Christopher Weidner (2005) schaffte als jüngster Schwimmer im Team erstmals die Qualifikation für eine DJM und wird im Schwimmmehrkampf antreten. Hierfür qualifizierten sich die 60 schnellsten Schwimmer über 200 m Lagen. Danach dürfen sich die Aktiven entscheiden, in welcher Disziplin sie den Mehrkampf angehen möchten, wobei Starts über 200 m Lagen und 400 m Freistil obligatorisch sind. Weidner wird im Freistilmehrkampf antreten und somit 50 m Kraulbeine sowie 100 m und 200 m Freistil schwimmen.
Elena Kober (2000) wird in ihrer Lieblingsdisziplin Schmetterling antreten und hofft auf der besonders harten 200 Meter-Strecke eine persönliche Topzeit zu erzielen. Freiwasserspezialistin Julia-Sophia Scheuermann (2000), die im vergangenem Jahr bereits bei den deutschen Freiwasser-Titelkämpfen auf Rang 4 kam, qualifizierte sich erstmals für eine DJM und hofft über 1500 m Freistil auf ein perfektes Rennen.
Sprinter Martin Spörlein (1997) wird sich in Berlin auf seine Spezialstrecke, die 50 m Freistil, konzentrieren und hofft auf ein Finalticket. Markus Linß (1997) hat sich erst bei den deutschen Masters-Titelkämpfen in letzter Sekunde über 200 m Brust qualifiziert: Nun darf sich der zweifache deutsche Staffelmeister der Masters erneut auf der "großen Bühne" DJM zeigen und schielt auf eine persönliche Bestzeit.
SGB-Cheftrainer Tushar Sikdar erwartet in Berlin viele persönliche Bestzeiten, denn alle Aktiven zeigten sich vor dem Saisonhöhepunkt bei den letzten Trainingseinheiten hoch motiviert und in starker Form. pkl