Nach dem 2:2 (1:2) gegen die SpVgg Ansbach (14.) am Samstag können sich die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (13.) - anders als von vielen vermutet - noch nicht ganz in Sicherheit wiegen. Der direkte Klassenerhalt in der Bayernliga Nord ist noch nicht in trockenen Tüchern, dem letzten Punktspiel beim SC Eltersdorf (6.) am Samstag (14 Uhr) kommt noch einige Bedeutung zu.
Zum letzten Heimspiel in dieser Saison erwarteten die Wildensorger mit der formstarken SpVgg Ansbach einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Beiden Mannschaften war die Bedeutung dieser Partie von Beginn an bewusst, und so legten sie auch los. Nicht einmal drei Minuten dauerte es, und der Ball lag im Gästetor. Eine schöne und schnelle Kombination brachte die Führung für die DJK. Christos Makrigiannis steckte den Ball zwischen zwei Gegenspielern auf Simon Schmoll durch, der suchte und fand einen Abnehmer in Person von Calvin Sengül, der zum 1:0 einnetzte. Mit dem Selbstvertrauen nach den Erfolgen der letzten Wochen waren die Mittelfranken keineswegs geschockt, sondern ergriffen ebenfalls die Initiative.
Es dauerte nur bis zur 13. Min., als die Gäste egalisierten - ein aus Sicht der Gastgeber vollkommen unnötiges Gegentor. Die DJK Don Bosco bekam einen Eckball zugesprochen, und nach einem eigentlich verunglückten Befreiungsschlag der Ansbacher lief man völlig unnötig in einen Konter. Diesen schloss der stark spielende Patrick Kroiß mit einem trockenen Schuss ins lange Eck unhaltbar für DJK-Torwart Christoph Trunk ab. Dieser Treffer zeigte Wirkung, der Gastgeber musste sich erst wieder sortieren. Dies nutzten die Mittelfranken postwendend zur Führung in der 26. Min. Patrick Pfahler überlupfte den Bamberger Torwart und netzte ins leere Tor ein. Das Spiel war in kurzer Zeit gedreht, und damit hatte das Team von Trainer Mario Bail sichtlich zu kämpfen.
In der Halbzeit war Gelegenheit für den DJK-Coach, seine Elf neu einzustellen, zumal auch Felix Strobler bereits im ersten Durchgang verletzt hatte passen müssen. Die Pausenansprache zeigte Wirkung. Die DJK erhöhte den Druck und war bemüht, baldmöglichst den Ausgleich zu erzielen. Die größte Chance hatte Christos Makrigiannis in der 68. Min., als er aus kurzer Distanz am Ansbacher Torwart Sebastian Heid scheiterte. Mit zunehmender Spieldauer musste die DJK immer mehr alles auf eine Karte setzen. Ansbach konnte kontern.
Durch ihr gutes Umschaltspiel und ihre schnellen und brandgefährlichen Stürmer hatten die Gäste mehrmals die Möglichkeit, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Einige sehr gute Chancen wurden fast fahrlässig vergeben. Es ging bereits auf den Schlusspfiff zu, als Marco Schmitt eine Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum beförderte und am langen Pfosten Daniel Schäffler zum nicht mehr erwarteten 2:2 traf. Jubel bei den Bambergern, tiefe Niedergeschlagenheit bei den Ansbachern waren die Folge. Fast nützte dies die DJK Don Bosco noch aus, aber die Möglichkeit zum Siegtreffer in der Nachspielzeit wurde vergeben, und so blieb es beim 2:2.
Mit Weiden, Bamberg, Ansbach und Feucht kämpfen noch vier Teams um den direkten Klassenerhalt. Dabei sind noch viele Szenarien wie Dreier- oder sogar Vierervergleich bei Punktgleichheit möglich. Fakt ist aber, dass beide Kontrahenten es am letzten Spieltag selbst in der Hand haben, das gesteckte Saisonziel zu erreichen.
DJK Don Bosco Bamberg: Trunk - Niersberger, Esparza, Strobler (33. Spies), Schäffler, Makrigiannis, Sengül, Fischer, Wunder, Leicht (66. Körner), Schmoll (80. Schmitt) / SpVgg Ansbach: Heid - Belzner, Hasselmeier, Schmidt (90. Zinnbauer), Störzenhofecker, Pfahler (88. Roth), Kroiß, Mechnik, Meyer, Silaklang, Hammeter (70. Engelhardt) / SR: Söllner (Schonungen) / Zuschauer: 180 / Tore: 1:0 Sengül (3.), 1:1 Kroiß (13.), 1:2 Hammeter (26.), 2:2 Schäffler (90.+1) / Gelbe Karten: Makrigiannis, Niersberger, Schäffler / Mechnik, Störzenhofecker, Pfahler, Engelhardt