Eine ganz bittere 1:0-Niederlage hat es für den FC Eintracht Bamberg gegeben. Zum Auftakt in die Rückrunde der Regionalliga Bayern verloren die Domstädter beim Neuling SV Schalding-Heining. Gut 400 Zuschauer sahen zwar einen über weite Strecken überlegenen Gast, das Siegtor aber erzielten die Gäste per Konter in Halbzeit zwei (67.). Richtig genervt traten die Oberfranken die 280 Kilometer weite Heimreise an - und das in einem Ersatzbus. Auf der Hinfahrt ging dem FCE-Teambus die Puste aus.

Richtig genervt zeigte sich Bambergs Trainer Hans-Jürgen Heidenreich auf der Rückfahrt im Bus am Telefon. Seine erste Reaktion auf die Frage nach dem Spielverlauf: "Oh weh!" Bevor er ins Detail ging, sagte der Ex-Profi: "Wir hatten doch mindestens 70 Prozent Spielanteile, haben daraus aber nichts gemacht, haben trotzdem verloren." Ein Umstand, der unerträglich war und auf der stundenlangen Heimfahrt merklich störte.

"Wir haben in der ersten halben Stunde sehr gut gespielt, hatten die Partie und den Gegner im Griff", ließ der Bamberger Chefanweiser wissen. Aber Kapital konnten die Gäste bei den Niederbayern nicht daraus schlagen. Zwar zeigten sich die Schaldinger bisher recht heimstark, aber die Verunsicherung war der Heimelf anzumerken, die unter großem Druck stand.

Daniel Schäffler hatte die erste Chance für Bamberg (2.) und Johannes Bechmann hämmerte einen ruhenden Ball auf das SVS-Tor (22.). Nach Schäffler-Pass versemmelte Nicolas Görtler (26.). Die letzte Viertelstunde wurde hektischer und es gab einige Fouls. Kurz vor der Pause chippte Schäffler das Leder an den Querbalken (43.). Es wäre bis dahin mehr als das 0:0 für die Gäste drin gewesen.

Den ersten Torschuss nach dem Seitenwechsel von Christoph Kaiser parierte SVS-Keeper Werner Resch, Ersatz für den mit Kreuzbandriss fehlenden Christian Wloch (51.). "Wir haben auch in der Folge das Spiel kontrolliert, aber konnten daraus kein Kapital schlagen", schilderte Heidenreich.

Entschieden wurde das bayerische Nord-Süd-Treffen in Minute 67, als die Gastgeber ihre beste Aktion vortrugen. Eine Unachtsamkeit ermöglichte den Treffer des Tages. Florian Stecher hatte den Ball eigentlich schon vertändelt, aber Michael Pillmeier spritzte rein und machte aus halbrechter Position das 1:0, was in der Entstehung sehr glücklich war.

Bamberg verstärkte die Offensive, was notwendig war. Es kam Kevin Kühnlein, eigentlich defensiv, dieses Mal als Kopfballwaffe offensiv geplant. Nach einer Ecke köpfte Bechmann knapp vorbei (74.) und Kühnlein zog ab, aber Tormann Resch wehrte ab (79.). Schalding verteidigte jetzt nur noch und rettete den glücklichen Sieg ins Ziel. Am Ende stand aus Bamberger Sicht eine absolut vermeidbare Niederlage. Ich bin richtig angefressen", so Heidenreich, der den Nagel auf den Kopf traf.