Vorne und hinten mischen die drei "Bamberger" Vertreter in der Basketball-Regionalliga Südost kräftig mit: Die Baunacher verteidigten ihre Tabellenführung mit dem 80:74 gegen Weiden (6.). Schlusslicht Rattelsdorf Independents unterlag Vilsbiburg (4.) mit 70:80. Im letzten Viertel gaben die Regnitztal Baskets (11.) das Spiel bei München Basket (5.) noch aus der Hand, verloren mit 65:71.

Rattelsdorf Independents - Baskets Vilsbiburg 70:80
Sofort setzen die Niederbayern die Gastgeber gehörig unter Druck. Mit hohem Tempo und intensiver Verteidigung setzten sich die Prote-Schützlinge mit 11:2 ab. Die Rattelsdorfer fanden keine Mittel gegen die bewegliche und intensive Spielweise der Vilsbiburger (10:25). Mit einer Umstellung der Verteidigung kämpfte sich das Team von Trainer Rainer Wolfschmitt langsam zurück ins Spiel. In der Verteidigung zwangen die Jungs um Lukas Sasse die Gäste zu schweren Würfen, die nicht ihr Ziel fanden.

Im Angriff lief der Ball jetzt besser und die Independents konnten bis zur Halbzeit auf 43:36 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem die Gastgeber auf 44:48 aufholten, um dann wieder durch Dreier des überragenden Spielmachers Josep Fuca leicht ins Hintertreffen zu geraten (52:57 zu Beginn des letzten Viertels). Zwei Minuten vor dem Ende waren die Gastgeber auf 63:66 dran.

Ein 10:0-Lauf der Niederbayern zerstörte alle Hoffnungen auf ein glückliches Ende für die Itzgründer. Trainer Wolfschmitt: "Wir spielen immer wieder 35, 36 Minuten gut mit, und dann beginnt bei einigen wichtigen Spielern der Kopf zu arbeiten. Wir treffen Entscheidungen, die uns immer wieder das Genick brechen, übertreiben es mit Einzelaktionen und suchen das Erfolgserlebnis immer im 1 gegen 5. Wir zeigen in jedem Spiel, dass wir mithalten können, aber am Ende bringen wir uns immer selber um die Lorbeeren. Es kostet derzeit verdammt viel Kraft zu spielen und zu kämpfen. Mit maximal acht Spielern zu arbeiten, ist schwierig."

Rattelsdorf Independents: Laudermill (29), Sandu (16), Bondar (11), Turan (7), Thiem (5), L. Sasse (2), Seemüller, Siebe

München Basket - Regnitztal Baskets 71:65
Nach dem Spiel erhielt die blutjunge Truppe der Trainer Ulf Schabacker und Thomas Lorber großes Lob, vor allem auch vom Gastgeber. Mit diesem Widerstand hatten die Münchner nicht gerechnet. Mit einer starken Leistung in der Defensive hatten die Regnitztaler die Münchner am Rande einer Niederlage. Nach verhaltenem Start der Regnitztaler (12:4 für München) wurde das Spiel der Oberfranken konstanter, sie glichen am Ende des ersten Abschnitts zum 18:18 aus. Angetrieben vom starken Kapitän Mark Völkl und Niklas Kohn, gaben die Regnitztaler auch im zweiten Viertel immer wieder die richtigen Antworten und führten zur Halbzeit mit 39:35.

Nach der Pause leisteten sich die Gäste wieder eine kleine Schwächephase, so das die Münchner mit einem 8:0-Lauf wieder in Führung gehen konnten. Jetzt wurde es noch wichtiger, an den Brettern zu arbeiten. Chris Roch, Tim Leonhardt und Lucas Wagner kämpften um jeden Ball. In München wurden jedoch diese drei noch vom 15-jährigen Leon Kratzer mit zwölf Punkten und neun Rebounds übertroffen. Dieser zeigte trotz Foulbelastung keine Angst vor großen Namen und setzte sich immer wieder gekonnt durch.

Mit einem 55:58-Rückstand ging es für die Regnitztaler Youngster in das letzte Viertel. Trotz ständigen knappen Rückstands war die Möglichkeit, das Match zu drehen, bis kurz vor Schluss immer greifbar nahe. Die unglückliche Niederlage hat natürlich ihre Gründe: 21 Ballverluste und eine schlechte Freiwurfquote in der ersten Hälfte fallen hier vorrangig auf. Am Ende siegten die Münchner in einem hart umkämpften Spiel durch ihre Routine knapp mit 71:65.

Regnitztal Baskets: Obst (15), Völkl (13), Kratzer (12), Dippold (6), Roch (6), Leonhardt (5), Wagner (4), Kohn (2), Jefferson (2), Asan, Kamdem