Für den FC Eintracht Bamberg 2010 stehen in der Fußball-Regionalliga Bayern noch drei Endspiele auf dem Programm. Zweimal ist die Mannschaft von Trainer Norbert Schlegel dabei zu Hause gefragt. Am Samstag (14 Uhr) empfängt sie den SV Wacker Burghausen im Fuchs-Park-Stadion.

Am Freitagabend wurden dem FSV Frankfurt kräftig die Daumen gedrückt. Dieser bestritt ein Heimspiel gegen den TSV 1860 München in der 2. Liga. Sollten die "Sechziger" den Klassenerhalt nicht mehr schaffen, würde das einen automatischen Abstieg der zweiten Mannschaft nach sich ziehen. Und so würde der 17. Platz in der Regionalliga an Bedeutung hinsichtlich der Relegation gewinnen. "Wir schauen, was in der 2. Liga passiert, das ist in diesem Jahr so wichtig wie noch nie", erklärt Vereinsvorsitzender Mathias Zeck.

Wichtig auch deshalb, weil die Bamberger jenen 17. Rang momentan innehaben und diesen aus eigener Kraft auch nurmehr schwer verlassen können. Denn: Zum einen verlor der FCE am Mittwoch voriger Woche mit 0:1 beim Tabellenprimus in Würzburg, zum anderen punktete die Konkurrenz aus Garching, Heimstetten und Seligenporten am vergangenen Samstag jeweils dreifach. Noch hinzu kam der Ausfall von Torjäger Nicolas Görtler, der sich im Spiel bei den Unterfranken einen Kreuzbandanriss zugezogen hat und für die restliche Spielzeit ausfällt. Zeck zeigte sich geschockt über die Ergebnisse der Konkurrenz und den Ausfall Görtlers: "Das, was wir uns nicht vorstellen wollten und konnten, ist eingetreten. Die Situation hat sich dramatisch verschlechtert." Dennoch glaubt der Vorstand weiterhin an die Mannschaft und daran, dass sie die letzten drei Begegnungen für sich entscheiden kann.

FCE-Trainer Norbert Schlegel weiß: "Die vier Niederlagen zuletzt haben uns im Kampf gegen den Abstieg weit zurückgeworfen." Doch findet er auch lobende Worte für sein Team: "Mir tun die Jungs richtig leid. Sie trainieren gut und setzen das um, was wir uns vornehmen und was wir können. Und das alles machen sie auch noch richtig gut. Aber sie werden zu selten dafür belohnt, das ist schade. Wir geben jedoch nicht auf und werden bis zum Schluss alles dafür tun, die Liga zu halten. Aber das, ganz klar, wird immer schwieriger."

Mit dem Auftreten seiner Elf in Würzburg war er durchaus zufrieden: "Bei den Würzburger Kickers haben wir bei der Mannschaft, die das Beste ist, was die Liga zu bieten hat, nur mit 0:1 verloren, was ja keine Schande ist. Und mit ein bisschen Glück hätten wir kurz vor Schluss sogar noch das Ausgleichstor erzielt", so der Coach. Hoffnung in dieser misslichen Lage schöpfen die "Violetten" aus der etwas längeren Unterbrechung nach dem Würzburg-Spiel. "Diese kleine Pause tut doch ganz gut. So können wir wieder Luft holen. Und der eine oder andere zuletzt verletzte Spieler wie zum Beispiel David Najem oder Mirza Mekic konnte nach langen Verletzungspausen den körperlichen Rückstand aufholen. Die Trainingseinheiten zuletzt reichten für beide noch nicht zu einem Einsatz über 90 Minuten, in denen ja jeder unserer Spieler alles geben muss", erklärt Schlegel.

Sein Abwehrspieler Nikolai Altwasser gibt indes die Marschroute für die Partie gegen Burghausen aus: "Wir müssen auf jeden Fall mutig nach vorne spielen. Vielleicht müssen wir sogar vorne anlaufen, um den Gegner gleich unter Druck zu setzten. Allerdings dürfen wir nicht komplett aufmachen, sondern wir müssen ein gesundes Zwischenmaß von Offensiv- und Mittelfeldpressing finden." Das 3:2 gegen Wacker im Hinspiel stellte in der Hinrunde eine Art Erlösung für die Bamberger dar, bedeutete es doch den ersten Sieg am 15. Spieltag. Auf einen Sieg aber setzt auch Gäste-Trainer Uwe Wolf. "Wir befinden uns nach der Heimniederlage gegen Seligenporten zwar noch nicht in akuter Gefahr, aber wir wollen einen Sieg, damit wir das Thema Abstieg endgültig ad acta legen können", macht er deutlich.


FC Eintracht Bamberg 2010: Berchtold, Kraut - Altwasser, Kishimoto, Göpfert, Niersberger, Mekic, Najem (?), Strohmer, Dirnbek (?), Jerundow, Schmitt, Alfieri, Hillemeier, Trautmann, Dotzler, Ljevsic, Schäffler, Hurec, Haas, Klose