Gut 350 Zuschauer sahen die Begegnung, in der die Oberfranken zunächst sichtlich Probleme mit der neuen Spielstätte und der Aufmerksamkeit hatten. Hinzu kam, dass der einzige große Spieler der Nördlinger verletzt ausfiel und Güßbach somit krampfhaft versuchte, ein Missmatch nach dem anderen zu nutzen. Nördlingen hingegen genoss das besondere Auswärtsspiel und spielte locker auf.
Die Oberfranken zeigten ungewohnte Defensivschwächen, hatten sichtlich Probleme mit der ständig auf Isolation zielenden Offensive der Nördlinger und kamen offensiv kaum ins Spiel.
Erst nach der Pause (40:39) spielten die TSV-Jungs deutlich fokussierter. Nun gelang auch der eine oder andere sehenswerte Fastbreak, der in Halbzeit 1 kaum stattfand. Vor allem Kamdem und Rüttinger nutzten ihre physischen Vorteile. Hinzukam, dass die Güßbacher nun offensiv ihren Rhythmus fanden und stets den besser postierten Mitspieler anspielten.
Sukzessive setzten sich die TSV-Jungs ab und landeten noch einen klaren 96:64-Erfolg.
Bei den Güßbachern überzeugte der immer noch angeschlagene Leon Kratzer trotz Kurzeinsatz mit 27 Punkten und 9 Rebounds. Auch Daniel Keppeler steuerte 18 Punkte und 8 Rebounds bei. Seine Dominanz zeigte der Tabellenführer vor allem beim Rebound (51 gegen 27) und bei den Assist (21 gegen 7).
Coach Mirko Petrick zeigte sich dennoch nicht ganz zufrieden: "Wir waren heute anfangs zu grün und gehemmt. Erst nach der Halbzeitpause kamen wir besser ins Spiel. Erfreulich waren die vielen guten herausgespielten Aktionen in Halbzeit 2 und insgesamt 21 Assists. "
Bereits am Sonntag geht's zum nächsten Auswärtsspiel, nach Urspring. Die Mannschaft muss da eine Schippe drauf legen, wenn sie auch in der Klosterschule siegreich sein wollen.
TSV Breitengüßbach: Kratzer (27), Keppeler (18), Kamdem (12), Ueberall (8), Lorber (8), Rüttinger (7), Wudi (7), Hofmann (3), Büttner (3), Dippold (2), Kunz (1), Ströhlein