Die NBBL-Mannschaft des TSV Tröster Breitengüßbach ist vom Top-Four-Turnier in Jena als deutscher Vizemeister zurückgekehrt. In einem bis zuletzt spannenden Finale unterlag das Team von Headcoach Mario Dugandzic denkbar knapp mit 80:84 dem FC Bayern München. Die Vizemeisterschaft ist der größte Erfolg für das Bamberger Nachwuchsprogramm seit dem Titelgewinn in den Jahren 2012 und 2016.

Es war eine Saison, wie sie im Buche steht: 20 Spiele, 20 Siege. Mit einer weißen Weste und damit als einziges noch ungeschlagenes NBBL-Team fuhr der TSV Tröster Breitengüßbach zum Finalturnier nach Thüringen. Hier traf er im Halbfinale auf die AB Baskets, die Spielgemeinschaft von TuS Lichterfelde, RSV Eintracht Berlin und DBV Charlottenburg. Die Güßbacher brauchten einige Minuten, um ins Spiel zu finden, setzten sich aber dann mit zehn Punkten ab. Im zweiten Viertel nutzten sie ihre Schnelligkeit clever aus und erarbeiteten sich damit viele Offensivaktionen, die in Dunkings, sicheren Korblegern und gut herausgespielten Dreiern mündeten. Besonders Nicholas Tischler, Moritz Plescher, Henri Drell und Elias Baggette waren gewohnt treffsicher und sorgten dafür, dass der Vorsprung auch in Hälfte 2 nicht in Gefahr geriet. Zwischenzeitlich war die Führung sogar auf knapp 20 Punkte angestiegen. Die Center Daniel Köppel und Leon Bulic profitierten von ihrer körperlichen Überlegenheit. "Wir haben die Intensität der AB Baskets gut angenommen und die richtigen Antworten auf einen unangenehm spielenden Gegner gefunden. Unter dem Korb haben wir unsere Vorteile gut genutzt, vor allem ab dem zweiten Viertel übernahmen wir die Kontrolle. Die Jungs haben das Energielevel hochgehalten und haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Dugandzic nach dem ersten Turniersieg (87:74).

Im Finale traf der TSV Tröster auf die Münchner Jugend, die sich im Halbfinale gegen Alba Berlin durchgesetzt hatte. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Güßbach ging zunächst mit knapp zehn Zählern in Front. München schaffte es vor allem in Person von Topscorer Rataj, wieder heranzukommen. Eine Schwächephase, in der Breitengüßbach weder offensiv noch defensiv die richtigen Wege fand, kostete schließlich die Führung - zur Pause war beim Stand von 41:41 wieder alles offen.

Auch nach dem Seitenwechsel war es ein Spiel auf Augenhöhe. Auf Seiten der Münchner verbuchte vor allem Rudan in dieser Phase die meisten Zähler für sich. Sein viertes Foul, ebenso wie das vierte Foul von Nicholas Tischler, gab dem Spiel neue Brisanz. Nun waren es Bruno Vrcic und Henri Drell, die Verantwortung übernahmen und ihre Teams anführten.Drell schaffte mit seinem beherzten Zug zum Korb den Anschlusstreffer (59:61).

Breitengüßbach blieb dran und verkürzte auf 62:63 und ging kurz später zum ersten Mal in der zweiten Hälfte mit 64:63 in Führung. Das spannende Spiel war finalwürdig, denn beide Mannschaften boten sich einen offenen Schlagabtausch, waren motiviert und gaben Vollgas. Drei Minuten vor Schluss führte Breitengüßbach noch, ehe die Führung erneut den Münchnern zuteil wurde. Schnelle Abschlüsse, Foulpfiffe, Freiwürfe - es sollte eine Zitterpartie werden, die bis 20 Sekunden vor Schluss noch nicht entschieden war. Moritz Plescher sorgte mit seinem erfolgreichen Dreipunktewurf für den Anschlusstreffer zum 80:81. Doch mit drei Freiwürfen von Kilian Binapfl sicherte sich der FC Bayern nach 2015 und 2017 erneut die Krone des U19-Basketballs.

21 Siege in Folge

Mit der Vizemeisterschaft gelingt der Breitengüßbacher Mannschaft allerdings keine Kleinigkeit - im Gegenteil. Das Team verbuchte damit den größten Erfolg des Nachwuchsprogrammes seit den Titelgewinnen 2012 und 2016 und krönt eine herausragende Saison mit 21 Siegen in Folge.

Dugandzic ist stolz auf das Team

Headcoach Dugandzic meinte: "Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie gekämpft haben. Wir waren physisch leider nicht auf der Höhe. Das Rebounding gaben wir zu deutlich ab. Die daraus resultierenden zweiten Chancen taten uns immer wieder enorm weh. Aber es war ein gutes Finale, in dem wir uns keinesfalls versteckt haben. Glückwunsch an den FC Bayern Basketball zu dieser Energieleistung und dem Titel."la TSV Tröster Breitengüßbach: N. Tischler (21 Punkte gegen AB Baskets/11 gegen Bayern München), Baggette (8/11), Plescher (13/8), B. Tischler (3/13), Drell (21/21), Bulic (8/8), Osei (0/-), Brevet (10/0), Köppel (6/5), Bergmann (0/3), Beck (0/-)