Mit dem wichtigen 2:0-Erfolg in der Fußball-Bayernliga Nord bei Alemannia Haibach hat die DJK Bamberg die Abstiegs-Relegationsplätze verlassen und kann wieder positiv in die Zukunft schauen. Nichts wurde es dagegen mit dem vom einheimischen Stadionsprecher Tobias Rückert vor dem Anpfiff zum 28. Saisonspiel sehnsüchtig erwarteten neuen Haibacher Punkterekord und der Revanche für die Hinspielniederlage. Bei der verdienten 0:2-Niederlage am Hohen Kreuz vermissten die Gastgeber vor allem Mittelfeldregisseur Arwed Kellner (Urlaub) und Toptorjäger Christian Breunig (Zerrung) schmerzlich.

Während die Schützlinge von Trainer Klaus Hildenbeutel diese Ausfälle nicht verkraften konnten, waren die Gäste ebenfalls mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft zum Untermain gekommen, die im Gegensatz zu den Grün-Weißen bis zum Umfallen kämpfte und sich über die drei Punkte zu Recht diebisch freute. Der Alemannen-Coach suchte den Grund für die Niederlage in den schlechten Platzverhältnissen und in der Provokation des Gegners. Bambergs Übungsleiter Gerd Schimmer sprach von einer guten Leistung seiner Elf und bekannte: "Der Ausfall von Breunig bei Haibach hat unser Vorhaben natürlich erleichtert. Wir haben während der 95 Minuten nur wenig zugelassen, hätten schon vorher für klare Verhältnisse sorgen müssen. Wir sind über den Kampf ins Spiel gekommen."


Konsequent gestört

In einer Begegnung, die nur in wenigen Situationen hüben und drüben Bayernligaformat verriet, kamen die Haibacher gegen eine früh und konsequent störende Bamberger Elf nur schwer in die Gänge. Wohl hatten die Platzherren in der ersten Viertelstunde leichte Feldvorteile, die sie aber nicht in Tore ummünzen konnten. Die kalte Dusche folgte in der 26. Min.: Nach einem Freistoß von Markus Fischer erwischte Dominik Schütz die Lederkugel mit dem Hinterkopf, und Hennig war zum ersten Mal geschlagen. Haibach versuchte noch vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich zu gelangen, aber die Aktionen waren meist zu durchsichtig angelegt, die aufmerksame Deckung der DJK verhinderte Schlimmeres.

Im zweiten Abschnitt änderte sich nichts an der Überlegenheit der Kicker vom Hohen Kreuz. Bei einem Freistoß von Yannick Franz verhinderte Bambergs Keeper Trunk das 1:1, als er mit einer tollen Reaktion den Ball ans Lattenkreuz lenkte. Die wenigen Konter der Oberfranken sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Haibacher Kasten. Als in der Nachspielzeit bei einem Haibacher Eckball alles einschließlich des Allemannen-Schlussmannes nach vorne ging, reklamierten alle Grün-Weißen einschließlich der Fans lautstark einen Handelfmeter. Der Unparteiische ließ aber weiterspielen. Das Streitobjekt kam noch in der eigenen Hälfte der Bamberger zum unermüdlich agierenden Allassane Kane. Weit und breit war kein Haibacher mehr, der Rest war ein Salto vorwärts des Schützen - der 2:0-Sieg der DJK Don Bosco war perfekt. wosch
SV Alemannia Haibach -
DJK Don Bosco Bamberg 0:2
SV Alemannia Haibach: Hennig - Kolaczek (82. Ertler), Bauer, Sänger Kirchner - Farbmacher, Franz - Allig, Haag (62. Koch), Huth Heßler / DJK Don Bosco Bamberg: Trunk - J. Jessen, Strobler, Wolfschmidt, Kane, Schütz (90. Schwinn), G. Jessen, Fischer, Schmitt, Eichhorn, Kettler / SR: Vecera (Roßtal) / Zuschauer: 220 / Tore: 0:1 Schütz (26.), 0:2 Kane (95.)