Das dritte Auswärtsspiel in Folge steht für die Fußballer des FC Eintracht Bamberg 2010 in der Bayernliga Nord auf dem Programm. Am Freitagabend (17.45 Uhr) tritt die Mannschaft von Trainer Norbert Schlegel zum fränkischen Duell beim FC Sand an.

Grund für diese Serie auf fremden Plätzen sind die Umbaumaßnahmen im Fuchs-Park-Stadion, die es derzeit nicht möglich machen, den (Heim-)Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. "Ich habe grundsätzlich nie eine negative Einstellung zu Auswärtsspielen. Ich nehme sie gerne an, weil ich von meiner Mannschaft erwarte, dass sie genauso auftritt wie zu Hause - mit Selbstvertrauen. Von der Grundeinstellung zum Spiel ändert sich nicht viel, das heißt vom Glauben her, ein Spiel zu gewinnen", nimmt es Coach Norbert Schlegel gelassen, schiebt aber nach: "Sicher spiele ich lieber zu Hause, aber in der Summe macht es über die Saison gesehen keinen Unterschied."


Kurze Anreise für die Fans

Zudem bedeutet ein Derby immer auch eine kürzere Anreise: "Sand ist ja nicht ganz so weit weg. Wir hoffen, dass ein paar Fans aus Bamberg dort sind und uns unterstützen. Es ist wieder ein Derby. Alles, was in der Region ist, ist mir lieber als 150 Kilometer entfernt." Hinzu kommt, dass der FCE seine letzten Auswärtsspiele positiv gestaltet hat. Ein 2:1-Erfolg im Stadtduell gegen die DJK Don Bosco Bamberg sowie ein 2:2 beim TSV Großbardorf stehen zu Buche. "Die Ergebnisse waren in Ordnung, wobei wir in Großbardorf besser waren als bei Don Bosco. Meine Analyse ist nicht nur ergebnisorientiert", erklärt Schlegel.

Mit den Sandern treffen die "Violetten" auf ein Team, in dessen Reihen sich viele ehemalige Bamberger tummeln. So zum Beispiel Sven Wieczorek, Josef Pickel, Florian Pickel, Diniz Ribeiro und auch Trainer Bernd Eigner. Als Aufsteiger in die Bayernliga ist der FC Sand "sicher nicht so gestartet, wie er sich das vorgestellt hat", so Schlegel. Tatsächlich gelang in zehn Spielen mit dem 2:1 beim Würzburger FV nur ein Sieg und mit dem 1:1 gegen den VfL Frohnlach ein Unentschieden - bei acht Niederlagen.

Mit 9:25 Toren haben die Unterfranken die meisten Gegentore der Liga kassiert. Zuletzt unterlag die Eigner-Elf zu Hause Jahn Regensburg II mit 2:5 und verlor in Aubstadt mit 0:3. Das erklärte Saisonziel - der Klassenerhalt - überrascht daher wenig. Und so ist auch in dieser Partie die Konstellation eigentlich klar. Alles andere als ein Sieg beim Tabellenletzten wäre für den FCE eine Enttäuschung. Doch Schlegel bleibt sachlich: "Im Derby ist es immer anders, da gelten eigene Gesetze. Sicher werden wir versuchen, unseren Schwung auszunutzen. Aber für mich gehört auch der Respekt vor dem Gegner dazu. Die trainieren genauso, oft sind bei einem Gegner die Möglichkeiten geringer als bei einem anderen - aufgrund von Verletzungen oder des Spielermaterials. Wir spielen dieses Derby genauso gerne wie das bei Don Bosco. Und wir werden es, was die Präsenz und die Anlage betrifft, ähnlich angehen wie in Großbardorf. Dort haben wir uns nicht versteckt und eine offensive Variante gewählt."
FC Eintracht Bamberg: Kühhorn (Retzlaff) - Altwasser, Gradl, Jerundow, Mekic, Schäferlein, Spieß - Göbhardt, Haas, Ljevsic, Niersberger, Schäffler, Schraufstetter, Strohmer, Trautmann - Görtler, Kane, Seybold