Dank Matchwinner Nikolaos Zisis und starker Nerven hat Brose Bamberg in einem Herzschlagfinale zum sechsten Mal den deutschen Basketball-Pokal gewonnen. Im Duell der ehemaligen Serienmeister nutzten die Franken am Sonntag gegen ALBA Berlin ihren Heimvorteil und setzten sich nach dramatischer Schlussphase 83:82 (44:37) durch. Der 35 Jahre alte Grieche Zisis traf 2,4 Sekunden den entscheidenden Dreipunktewurf und durfte sich ebenso wie Trainer Federico Perego über eine Bierdusche freuen. "Ich bin stolz auf alle von uns", sagte Zisis bei Magenta Sport. "Alle wissen, wie schwer die letzten anderthalb Jahren waren."

Mit neun Punkten Vorsprung (63:54) war Bamberg ins Schlussviertel gegangen und führte kurz darauf sogar zweistellig. Doch ALBA kam im Schlussspurt noch einmal heran und ging sogar in Führung, doch kurz vor Schluss brachte ein Dreipunktewurf von Zisis die Entscheidung zugunsten von Bamberg. Der letzte Verzweiflungswurf von Sikam fand nicht mehr sein Ziel.

Erfolgreichster Werfer aus Bamberg: Tyrese Rice

Bamberg holte nach der titellosen Vorsaison wie schon 2017 den Cup und verhinderte in einem oft hitzigen Duell den möglichen zehnten Pokalerfolg der Hauptstädter. Erfolgreichste Werfer waren Bambergs Tyrese Rice (20 Punkte) und Berlins Rokas Giedraitis (23).

ALBA musste sich zum zweiten Mal nacheinander im Pokal-Endspiel geschlagen geben und wartet seit dem Cupsieg 2016 auf einen Titel. "Wir waren einen großen Wurf von Zisis entfernt, den Pokal zu holen", sagte der Amerikaner Luke Sikma, der von einer Erkältung geschwächt war. Für Coach Aito Garcia Reneses war es mit Berlin die dritte Finalniederlage in Serie. 2018 hatten ALBA im Pokalfinale und in den Meisterschafts-Endspielen gegen den FC Bayern verloren. Im aktuellen Wettbewerb war München im Viertelfinale an Berlin gescheitert.