Der FC Eintracht Bamberg hat in der Fußball-Bayernliga Nord mit dem 0:1 (0:0) gegen den TSV Abtswind seine zweite Heimniederlage der Saison kassiert. Mit 349 Zuschauern war das Fuchs-Park-Stadion - gemessen an der eingeschränkten Zuschauerkapazität - fast schon ausverkauft.

Bayernliga Nord

FC Eintracht Bamberg - TSV Abtswind 0:1

Beide Mannschaften taten sich in der Anfangsphase schwer. Torchancen gab es zunächst keine, dafür immer wieder Fehlpässe. Die Zuschauer sahen im ersten Durchgang eine ausgeglichene Partie. Für Bamberg vergab Tranziska, der alleine auf den Gästetorwart zulief, jedoch nicht erfolgreich abschließen konnte (34. Minute), eine Großchance. Zwölf Zeigerumdrehungen vorher war de Biasi am Torsteher der Gastgeber gescheitert.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten die Bamberger. Sie besaßen kurz nach Wiederaufnahme durch Tranziska und Schmittschmitt zwei sehr gute Möglichkeiten. Einmal rettete dabei erneut der Torsteher des TSV, einmal Götz für seinen geschlagenen "Goalie" auf der Linie. Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, hätten die Bamberger in dieser Phase das Führungstor erzielt. So lief die Partie dann in eine von Bamberg nicht gewollte Richtung. Abtswind wurde immer besser, stand kompakt und sicher in der Abwehr und versuchte gefällig nach vorne zu spielen. Den Gastgebern dagegen fehlten die Ideen, die Abwehr des TSV zu knacken. Einmal mehr zeigte sich, wie wichtig Marc Reischmann für die Bamberger ist. Er wurde im Mittelfeld schmerzlich vermisst.

Die Entscheidung fiel in der 65. Minute. Nach einem Foulspiel im Bamberger Strafraum entschied der Leiter der Begegnung auf Elfmeter für Abtswind, was für viel Gesprächsstoff sorgte, denn für viele Betrachter war es kein Foulspiel. Den Strafstoß verwandelte Dußler sicher zum 1:0 für den TSV Abtswind.

Der Aufsteiger gab danach zwar nicht auf, probierte alles, blieb aber glücklos. Es fehlte manches im Spiel der Domreiter, vor allem die Ideen aus dem Mittelfeld. Die Gäste, die sich gut präsentierten, ließen nichts mehr zu und nahmen verdient den Sieg mit nach Hause.

FCE-Trainer Michael Hutzler meinte: "Unser Spiel fand ich richtig schlecht. Ich glaube, bis auf Dellermann, Kaube und Popp und mit Abstrichen Strohmer waren alle anderen nicht in Topform oder nicht in Form. Es hat an allem gefehlt, ich war enttäuscht, aber die Jungs sind es auch. Wir sind nie richtig in das Spiel gekommen gegen einen guten Gegner, der Gas gegeben hat." Sein Team habe es nicht geschafft, im Mittelfeld über die Kontrolle zu erreichen. "Das Gefühl hat mich nicht losgelassen, dass zwei Mannschaften mit unterschiedlicher Einstellung auf dem Platz stehen. So war es unter dem Strich. Darüber werden wir in der kommenden Woche reden müssen."red