Der Aufsteiger trat in Strullendorf von der ersten Minute an sehr selbstbewusst auf. Die Heimelf dagegen kam nur schwer in die Gänge. Man merkte dem Team an, dass sechs Akteure fehlten. Die Aktionen wirkten unsicher und zerfahren. Nach gut zehn Minuten hatten die Gäste eine Serie von fünf Eckbällen nacheinander. Mit viel Glück überstanden die FCler diese Phase. Wie aus dem Nichts dann die Führung für den FCS. Baumüller erkämpfte sich den Ball am Strafraum und zog sofort ab. Der Schuss landete unhaltbar im Kasten von Stark im langen Eck.

Das 2:0 war möglich

Nun waren die Schützlinge von Coach Herrmannsdörfer in der Partie. Pfister hatte die Möglichkeit zum 2:0, aber er verzog. Auch Baumüller scheiterte nach einer halben Stunde nur ganz knapp. Die Gäste versteckten sich aber keineswegs.
Nach einem Angriff über die linke Seite flankte Stutz maßgenau nach innen, wo Spielertrainer D. Kusnyarek einschoss. Nun wackelte die Abwehr der Strullendorfer. Sie hatten Glück, dass Stutz nach einer herrlichen Kombination den Ball über den Kasten donnerte.

Aber auch die Gäste hatten so ihre Probleme in der Abwehr. Doch die Heimelf wusste dies nicht zu nutzen. Zweimal war Wenzel beteiligt. Beim ersten Versuch knallte er das Leder an den Pfosten, beim zweiten über das Tor. Kurz vor dem Wechsel dann die Führung für den ASV. Im Spiel nach vorne unterlief Herrmannsdörfer ein verhängnisvoller Abspielfehler. Kusnyarek erkannte die Situation blitzschnell, passte sofort auf Schillheimer, und gegen dessen Schuss hatte Torwart Mühlfriedel keine Abwehrmöglichkeit.

Chancen zum Ausgleich

Nach der Pause hatten erneut die Veitsbronner die die ersten Chancen. Strullendorf brauchte nahezu eine Viertelstunde, um wieder auf sich aufmerksam zu machen. Pfister hatte die Riesenmöglichkeit zum Gleichstand, doch er verzettelte sich. Dann gab der sehr gute Schiedsrichter Doneff nach Meckern von Torwart Stark indirekten Freistoß gut sieben Meter vor dem Kasten des Aufsteigers, doch Baumüllers Schuss blieb im Abwehrbollwerk des ASV hängen.

Im Laufe der Partie, wohl vielleicht auch wegen der großen Hitze, verloren beide Teams ihre Linie. Ab und zu setzte der Neuling dann immer wieder Nadelstiche. Die Entscheidung fiel 20 Minuten vor Spielende. Niemann verlor ein Kopfballduell, und Schillmeier hatte freie Bahn zum 1:3. Damit besiegelte er die vierte Niederlage der Strullendorfer. Die letzten Minuten waren ein Geplänkel. Den Schlusspunkt setzte Spielführer Dimper in der 87. Minute. Hier leistete sich Rebhan einen Aussetzer.

Mit der vierten Niederlage sitzen die FCler im Tabellenkeller fest. Alles auf die fehlenden Stammkräfte zu schieben, wäre aber zu einfach. Nach einem Rückstand schafft es das Team einfach nicht, die Kräfte zu bündeln und dagegen zu halten.