Hauptsache gewonnen, lautet das Fazit für den FC Eintracht Bamberg und die DJK Don Bosco Bamberg: In der ersten Runde des Toto-Pokals auf Verbandsebene hatten es die beiden Bayernligisten auswärts mit unterklassigen Gegnern zu tun - und bisweilen ihre Probleme. Am Ende stand jedoch der Einzug in die nächste Runde. TSV Bad Berneck - FC Eintracht Bamberg 1:6 Über 90 Minuten hochüberlegen, dennoch 70 Minuten benötigt, ehe es dem FCE gelang, gegen den bravourös spielenden Kreisligisten das Spiel zu entscheiden. Mann des Spiels war Tobias Linz, der nach seiner Einwechslung ganze acht Minuten brauchte, um mit einem Hattrick das Spielergebnis vorentscheidend auf 4:1 zu stellen.

Dabei waren die Gäste von Anfang an klar überlegen, der Gastgeber zog sich tief in die eigene Hälfte zurück. Mit zunehmender Dauer häuften sich in der ersten Halbzeit die Chancen, die Abschlüsse blieben aber oft in der vielbeinigen Abwehr hängen oder wurden vom besten Akteur auf dem Platz - Torhüter Alex Masel - zunichte gemacht. Der TSV verlegte sich aufs Kontern und hätte um ein Haar den Spielverlauf auf den Kopf gestellt: Michael Sauerstein tauchte alleine vor FCE-Keeper Dellermann auf, dieser spielte aber seine Stärken im Eins-gegen-Eins aus. Nur wenige Minuten später die Führung der Gäste: Marco Schmitt zirkelte aus 20 Meter einen Freistoß unhaltbar in den rechten Torwinkel (24.).

Nach dem Seitenwechsel hielt der Gast das Tempo hoch, das beruhigende 2:0 wollte aber nicht fallen. Im Gegenteil: Bei einem schnell vorgetragenen Angriff des TSV stand Dellermann erneut alleine gegen Neukam. Diesmal wusste er sich nur durch ein Foulspiel zu helfen, die Folge Strafstoß und der 1:1- Ausgleich durch Fabio Fuchs.

Die Bamberger zeigten sich aber unbeeindruckt und zogen ihr Spiel weiter durch. Die Konsequenz: Ein Dreierpack des eingewechselten Tobias Linz (72., 74., 80.), der dreimal in Folge von seinen Mitspielern mustergültig in Szene gesetzt wurde und mit seinem starken linken Fuß auf 4:1 erhöhte. Damit war das Spiel entschieden. Der eingewechselte David Lang und mit dem Schlusspfiff Pascal Nögel trafen zum 6:1-Endstand. "Respekt vor Bad Berneck", sagte Coach Michael Hutzler: "Eine richtig gute Truppe, die uns das Leben lange schwer gemacht hat." sd

TSV Heimbuchenthal -DJK Don Bosco Bamberg 0:2

Der Bezirksligist aus dem Spessart stand gut organisiert in der Defensive, gefährliche Aktionen der DJK waren deshalb im ersten Durchgang noch Mangelware. Bei einem Foul an Sayko Trawally im Strafraum hätten die Gäste gerne einen Elfmeter bekommen, danach vergab Dominik Sperlein zentral nach Trawallay-Vorarbeit. Eine verunglückte Flanke von Neuzugang Ole Littke hätte beinahe die 1:0-Führung der Gäste bedeutet, der Keeper lenkte den Ball aber noch über die Latte.

In Halbzeit zwei änderte sich das Bild nicht: Die DJK rannte an und ging schließlich in der 57. Minute durch einen Foulelfmeter von Simon Allgaier in Führung. Vorausgegangen war ein Foul an Sperlein, der erst kurz vor dem Einschlag ins Gehäuse von den Beinen geholt wurde. Kurz danach hatte die DJK nach einem Eckball die Chance zum 2:0, scheiterte aber zweifach am Torhüter. In der 84. Minute sorgte Sperlein aber für die Entscheidung, als er von Rosiwal in den Raum bedient wurde. Weil Allgaier aber bereits nach 68 Minuten die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und Marco Haaf ihm in der 90. Minute nachfolgte, warf der TSV noch einmal alles nach vorn. Letztlich blieb es aber beim verdienten 2:0. "Einzig die Sprunggelenks-Verletzung von Felix Strobler ist ärgerlich. Wir hoffen, dass es nichts schwerwiegendes ist", sagte der Sportliche Leiter Holger Denzler. red