Am zwölften Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern empfängt der FC Eintracht Bamberg 2010 am Freitag um 19.30 Uhr die U23 des FC Bayern München im Fuchs-Park-Stadion. Und mit dem Nachwuchs des Rekordmeisters wartet keine leichte Aufgabe auf die Mannschaft von Trainer Petr Skarabela.

Nicht nur, weil die Münchner von vielen zu den Aufstiegsaspiranten gezählt werden, sondern auch, weil das Team von Coach Mehmet Scholl zuletzt die erste Niederlage der laufenden Spielzeit hinnehmen musste. 0:1 endete die Partie zu Hause gegen Frohnlach, nachdem Bastian Renk bereits in der fünften Minute den entscheidenden Treffer markiert hatte. Scholl, der schon 2009/2010 in der dritten Liga die sportlichen Geschicke der Vereins leitete und in dieser Saison zu den Bayern "zurückkehrte", hielt nach jener ersten Pleite eine der wohl kürzesten Pressekonferenzen ab: "Ich bin nicht zufrieden.
Das Spiel hat mir nicht gefallen, mir ist vieles unangenehm aufgestoßen und das muss ich erstmal mit mir selber abmachen", so Scholl nach dem Spiel gegen den VfL.

Das Saisonziel hat der Trainer schon vor Wochen nach einem holprigen Start mit drei Unentschieden zum Auftakt angepasst. Nach dem 1:1 in Heimstetten sei der Aufstieg kein Thema mehr und die Zielsetzung eine neue: Es gelte, schönen Fußball zu spielen und die Spieler näher an die erste Mannschaft bzw. die Profis heranzubringen.

Acht Punkte hinter dem Ersten


Und tatsächlich ist die Tabellenspitze und mit ihr verbunden der Aufstieg bereits acht Zähler entfernt. Nach elf bestrittenen Partien belegt der FC Bayern mit 18 Punkten zur Zeit den fünften Rang und ging viermal als Gewinner vom Feld. Demgegenüber stehen sechs Unentschieden und besagte eine Niederlage gegen Frohnlach. Mit 11:5 Toren kassierten die Bayern jedoch die wenigsten Gegentreffer der Spielklasse. Auswärts lief es für die Scholl-Truppe nicht gut: In sechs Begegnungen holte sie lediglich einen Sieg (beim Stadtrivalen 1860) und fünf Remis, eine Nullnummer steht allerdings noch nicht zu Buche.

Nicht schlecht, und doch verloren


Doch auch die Bamberger bekleckerten sich auf fremden Plätzen nicht mit Ruhm und belegen gar den letzten Rang der Auswärtstabelle. Insgesamt ist die Mannschaft von Skarabela seit acht Partien ohne Erfolg. Lediglich zwei Zähler aus den Begegnungen gegen Memmingen und beim VfL Frohnlach wurden geholt. Am vergangenen Wochenende unterlag man trotz ansprechender Leistung und guter Torgelegenheiten beim Tabellenführer Illertissen mit 1:3. Skarabela attestierte seiner Elf dabei ein Auftreten als gleichwertiger Gegner, der einfach kein Tor geschossen habe - ein Problem, das sich bei den Bambergern wie ein roter Faden durch die Saison zieht. Skarabela: "Man hat gesehen, wo uns der Schuh drückt - in der Chancenverwertung. Nach dem 0:1 haben wir den Gegner früh gestört, doch wenn du keine Tore machst, kannst du nicht gewinnen."

Einige Ausfälle


Und die Aufgabe gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner wird den Domstädtern zusätzlich erschwert. Der FC-Coach muss in der Partie gegen den FC Bayern auf Julian Bach (Meniskus-OP), Tobias Seifert (Sprunggelenk-OP) und Christoph Kaiser verzichten, der im Spiel gegen Illertissen die Rote Karte gesehen hat. Doch Skarabela setzt auf die Motivation seiner Mannschaft: "Vor einer großen Kulisse wollen wir den Bayern Paroli bieten. Gegen so einen Gegner brauchen wir keine Zusatzmotivation mehr. Jeder von uns muss eine Topleistung bringen, um zu bestehen. Die Mannschaft will sich in diesem Spiel das nötige Selbstvertrauen holen und sich endlich vor heimischem Publikum von ihrer besten Seite zeigen."

FC Eintracht Bamberg:Muckelbauer, Scheufens - Bechmann, Kühnlein, Gradl, Karl, Kettler, J. Pickel, Gressel, Wenninger, F. Pickel, Waltrapp, Herl, Wagner, Deptalla, Görtler

Andrang


Alle wollen die Bayern sehen. Wo die Mannschaft von Mehmet Scholl zu Gast ist, melden die Heimvereine Zuschauerrekorde. In Bamberg waren bis gestern 1700 Eintrittskarten im Vorverkauf abgesetzt worden. Das Fuchs-Park-Stadion fasst derzeit maximal 5200 Besucher.

Shuttlebusse


Aufgrund des großen Verkehrsaufkommens rund um den Volkspark und des erwarteten Zuschauerandrangs gegen den FC Bayern München II bietet der FCE in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken einen Shuttlebusverkehr von P+R Breitenau sowie P+R Heinrichsdamm an.
Der Bus von der Breitenau verkehrt im ca. 15-Minuten-Takt direkt vom P+R-Parkplatz Breitenau zur Haltestelle Bambados. Der Shuttlebus vom P+R-Parkhaus Heinrichsdamm zur Haltestelle Bambados (via ZOB und Bahnhof) fährt im ca. 20-Minuten-Takt.
Beide P+R-Parkplätze werden ab eineinhalb Stunden vor bis eineinhalb Stunden nach dem Spiel angefahren. Fahrpreis: 1,20 Euro


Basketball-Fans


Kurzfristig haben sich die Brose Baskets via Pressemitteilung für einen Fehler ihrerseits gegenüber ihren Dauerkarteninhabern entschuldigt und stellen richtig: Dauerkarteninhaber der Brose-Baskets haben keinen freien Eintritt beim FC Eintracht Bamberg, auch nicht mit dem neueste "Bonusflyer".