Der FC Eintracht Bamberg empfängt am Dienstagabend (19 Uhr) in der Runde der letzten 16 im bayerischen Toto-Pokal die Würzburger Kickers und möchte dem Drittligisten das Leben schwer machen. Dies machte FCE-Trainer Norbert Schlegel im Vorfeld deutlich. Auch Innenverteidiger Mirza Mekic gibt sich kämpferisch und freut sich auf ein Messen mit den Profis: "Das ist ein Pokalspiel, da gibt es keine Regeln. Unsere junge Truppe kann zeigen, wie weit sie ist auf dem Weg zum Profi."

Die Würzburger beendeten am vergangenen Samstag eine sieglose Serie von fünf Spielen in Folge mit dem eindrucksvollen 3:0-Erfolg bei Fortuna Köln. In der Tabelle der 3. Liga schob sich die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach auf den elften Rang vor. "An der Entwicklung der Kickers sieht man, was im Fußball möglich ist, wenn die Finanzkraft stimmt.
Noch vor zwei Jahren hatten beide Vereine in der Regionalliga annähernd gleiche Zuschauerzahlen - und jetzt brummt der Fußballsport in Würzburg. So muss das sein, denn immerhin ist Fußball immer noch mit großem, großem Abstand die Sportart Nummer eins", meint FCE-Vorsitzender Mathias Zeck. Tatsächlich erreichten die Kickers, die unter dem Motto "Drei mal Drei" innerhalb von drei Jahren von der Regionalliga in die 3. Liga wollten, ihr Ziel bereits in der vergangenen Spielzeit.

Im Pokal qualifizierten sich die Unterfranken erwartungsgemäß durch ein 6:0 beim Kreisligisten Reichenbach sowie einem 4:0 gegen den Bayernligisten Großbardorf für das Achtelfinale. Den Bambergern gelang der Sprung unter die letzten 16 durch den 3:1-Erfolg beim Bezirksligisten FC Oberhaid und dem 3:2 gegen den Regionalligist FC Schweinfurt 05.

Auch dank dieses Erfolgs gegen die "Schnüdel" glauben die Verantwortlichen des FCE an eine Sensation. "Was möglich ist, hat der Sieg in der letzten Runde gegen Schweinfurt gezeigt", so Schlegel. Zeck erinnert sich an die Zusammentreffen mit den Würzburgern in der Vergangenheit: Die Kickers seien ein Gegner, "gegen den wir lange Zeit auf Augenhöhe spielten. Selbst in der vergangenen Regionalligasaison hätten wir in Würzburg gegen den großen Favoriten fast gepunktet, wenn Daniel Schäffler kurz vor Schluss genauer gezielt hätte."

Trainer Schlegel macht deutlich: "Egal, wie die Situation ist, wir freuen uns auf das Spiel." Jene Situation hat sich trotz deutlicher Leistungssteigerung zuletzt aufgrund des 1:1 gegen den SV Erlenbach nicht verbessert. Mit 15 Punkten aus 14 Spielen kann der FC Eintracht in der Bayernliga Nord nicht zufrieden sein. Was Schlegel aber Hoffnung macht, ist die Tatsache, dass "wir gegen Erlenbach besser ausgesehen haben als zuletzt. Wir haben das Spiel gemacht und sind über 90 Minuten Tempo gegangen." Der Trainer aber weiß bezüglich der Kickers: "Natürlich ist das ein Kaliber. Die Würzburger müssen einen sauschlechten Tag haben und wir einen sauguten. Aber: Es ist ein Heimspiel, und wir wollen die kleine Chance, die wir haben, wahrnehmen. Wir werden ihnen das Leben schwer machen."
FC Eintracht Bamberg: Hoh, Retzlaff - Altwasser, Jerundow, Mekic, Schäferlein, Spieß, Göbhardt, Haas, Ljevsic, Niersberger, Schäffler, Schraufstetter, Strohmer, Trautmann, Görtler, Kane, Seybold