Fußball-Magerkost bekamen die 624 Zuschauer am Samstagnachmittag im Bamberger Fuchsparkstadion vorgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Norbert Schlegel und die SpVgg Jahn Forchheim trennten sich im oberfränkischen Duell 1:1.

Dabei erwischten die Gäste den besseren Start und kamen bereits in der Anfangsphase zu Möglichkeiten. So zum Beispiel durch Tim Basener, der von Thomas Roas gut in Szene gesetzt worden war, der aber mit seinem Schuss in Benedikt Hoh seinen Meister fand. Einen Versuch von Dominik Zametzer blockte Mirza Mekic in letzter Sekunde. "Raus!", forderte Schlegel nach knapp zehn Minuten vehement. Denn: Seine Elf stand (zu) tief und ließ den Gegner kommen. Nach vorne lief wenig zusammen, insgesamt bekamen die Bamberger keinen echten Zugriff. Die Forchheimer wirkten bissiger, gewannen eine Vielzahl von Zweikämpfen und eroberten immer wieder den Ball. Chancen aber blieben weiterhin Mangelware.


Hoh auf dem Posten

In der 20. Min. bedeutete ein couragierter Alleingang von Daniel Schäffler über rechts einen Höhepunkt, doch sein Schuss war leichte Beute für Tugay Akbakla. Auf der anderen Seite hatte Hoh nach einem schönen Spielzug der Gäste keine Probleme bei Roas' Abschluss. Dessen nächster Versuch landete per Freistoß einen halben Meter neben dem Pfosten. Die beste Gelegenheit bot sich kurz vor der Pause den Violetten. Schäffler bediente mit einem genialen Zuspiel Alassane Kane, der alleine durch war, es jedoch verpasste, den Ball Richtung Tor zu befördern.

Auch nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild. In der 60. Min. aber durften zumindest die mitgereisten Forchheimer Anhänger einen Treffer bejubeln. Ein Freistoß von der Mittellinie fand Senad Bajric, der mit seinem Kopfball Hoh überlupfte und zum 0:1 traf. Das Gegentor schien die Bamberger nun wachgerüttelt zu haben. Denn nur kurze Zeit später hatte der Ex-Jahnler Oliver Seybold nach einem Zuspiel von Schäffler den Ausgleich auf dem Fuß bzw. in der Folge Alassane Kane per Kopf die Chance zum 1:1. Dieses erzielten in der 78. Min. schließlich die Gäste selbst. Eine Flanke von Schäffler "verwertete" Sandro Gumbrecht ins eigene Gehäuse.


Zug zum Tor

Die Hausherren hatten danach mehr vom Spiel und agierten mit Zug zum Tor, die SpVgg schaffte es nicht, ihre Kontergelegenheiten zu Ende zu spielen. Ein ums andere Mal war ein aufmerksamer FCEler zur Stelle und verhinderte einen schnellen Gegenstoß. In der Offensive drängte die Heimelf auf den Siegtreffer. Und dieser hätte durchaus fallen können, jedoch vergaben der eingewechselte Calvin Sengül, Kane und Göbhardt in der Schlussphase hochkarätige Möglichkeiten.

FCE-Trainer Norbert Schlegel fand nach der Begegnung klare Worte: "Wir haben sicher in der ersten Stunde kein gutes Spiel gemacht. Wir sind aber nach 60 Minuten zurückgekommen. Am Ende hätten wir sie ausknipsen müssen, da hatte die Forchheimer Mannschaft nicht mehr viel zuzusetzen."

Sein Gegenüber, Michael Hutzler, attestierte seiner Elf, sie habe 60 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht, sich Chancen herausgespielt, es aber verpasst, sich in der ersten Halbzeit zu belohnen. "Nach dem verdienten 1:0 sind uns die Kräfte ausgegangen. Am Ende mussten wir froh sein, dass wir einen Punkt geholt haben", sagte der SpVgg-Coach.

FC Eintracht Bamberg: Hoh - Altwasser, Jerundow, Mekic, Schäffler (79. Sengül), Spies (73. Strohmer), Göbhardt, Haas, Niersberger, Seybold, Kane / SpVgg Jahn Forchheim: Akbakla - Bauernschmitt (79. Pfaffenberger), Becker, Roas, Zametzer, Bajric, Gumbrecht, Özdemir, Basener, Dietrich, Güngör (85. Yilmaz) / SR: Götz (Schwandorf) / Zuschauer: 624 / Tore: 0:1 Bajric (60.), 1:1 Gumbrecht (78., Eigentor) / Gelbe Karten: Göbhardt, Niersberger, Kane / Gumbrecht, Dietrich, Güngör