Im ersten Finalspiel um die Meisterschaft in der Pro B mussten sich die Basketballer von Bike-Cafe Messingschlager Baunach der Baskets-Akademie Oldenburg mit 74:82 geschlagen geben. Am Samstag, den 3. Mai, haben die Baunacher die Chance, im Rückspiel in Oldenburg durch einen Sieg mit neun Punkten Differenz die Meisterschaft doch noch nach Oberfranken zu holen.

Obwohl alle sportlichen Entscheidungen der Pro-B-Saison gefallen waren, kamen gut 1300 Fans in die Graf-Stauffenberg-Halle und sorgten wieder für "Gänsehautstimmung". Das junge Farmteam der Brose Baskets startete nervös in die Partie, sodass Oldenburg schnell mit 5:0 in Führung ging. "Uns war deutlich anzumerken, dass nach der spannenden Halbfinalserie gegen Schwelm und dem damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die Pro A etwas die Spannung und Intensität der letzten Spiele fehlte", analysierte Trainer Ivan Pavic nach der Partie.
Sein Team kämpfte sich mühevoll in die Begegnung zurück. Ein Dreier von Daniel Schmidt bescherte den 12:12-Ausgleich in der 7. Minute. Doch Oldenburg hatte immer die richtige Antwort parat. Angeführt vom überragenden Guard Mike Taylor holten die Gäste bis zur Viertelpause wieder die Führung zurück. Mit 24:19 endete das erste Viertel.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Jungs von Ivan Pavic und Thomas Lorber ihre stärkste Phase. Angeführt von Jörg Dippold verzeichneten die Baunacher einige Ballgewinne, die sie durch Schnellangriffe in einfache Punkte umsetzten. Ein 12:0-Lauf sorgte für Begeisterung bei den vielen Zuschauern. So erspielten sich die Hausherren einen 31:24-Vorsprung in der 14. Minute.

Knight bringt sein Team heran

Doch die Baskets-Akademie zeigte im Folgenden, warum sie seit Februar fast kein Spiel mehr verloren hat. Die Mannschaft von Coach Drijencic hatte im Angriff nun ihren Rhythmus gefunden und ging durch kluges Passspiel und sichere Distanzwürfe wieder mit 39:35 in Führung. Marcos Knight war es zu verdanken, dass Baunach mit einem 41:41 in die Halbzeitpause gehen konnte.

Die Gäste kamen konzentrierter aus der Kabine und zogen schnell wieder auf 48:41 davon. Coach Pavic war zu einer schnellen Auszeit gezwungen. Doch was die Baunacher auch versuchten, es wollte ihnen im Angriff nicht mehr viel gelingen. Die Dreier, die in den bisherigen Play-off-Serien immer mehr zu einer Stärke wurden, wollten einfach nicht fallen. Am Schluss konnten nur 28 Prozent der Dreierversuche (7 von 25) verwandelt werden, und auch die Gesamtwurfquote war mit 42 Prozent nicht gerade berauschend. "Die Jungs gehen seit Wochen auf dem Zahnfleisch und mussten sich durch diverse Verletzungen bis zum Finale durchbeißen. Das macht sich irgendwann mal bemerkbar", erklärte Pavic dieses Manko.

Mit einem 62:56 für Oldenburg ging es in die letzten zehn Minuten. In der 35. Minute stellten die Baunacher durch viel Kampfgeist den 69:68-Anschluss her, doch ein Dreipunktspiel des US-Centers Reves sorgte schnell wieder für einen Vier-Punkte-Rückstand. Die hohe Foulbelastung und das verletzungsbedingte Ausscheiden von Center Johannes Thiemann verhinderten am Ende einen möglichen Sieg gegen einen sehr guten Gegner aus Oldenburg.

"Danke für eine grandiose Saison an die wahnsinnig vielen Fans und vor allem an die Brose Baskets mit Wolfgang Heyder an der Spitze, der durch seine langfristige Jugendarbeit das hier ermöglicht hat", sagte Pavic, der am Ende des Spiels das Hallenmikrofon ergriffen hatte, bevor er und sein Team mit stehenden Ovationen und Sprechchören in die Sommerpause verabschiedet wurden. Zuvor aber wollen die Baunacher noch den Titel im Norden holen, wofür die Chancen gar nicht schlecht stehen. Schließlich gewannen sie von den bisherigen fünf Auswärtspartien in den Play-offs bereits vier.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight (20), Schmidt (9), Obst (8), Wolf (7), Thiemann (6), Dippold (5), Engel (4), Walde (4), Kratzer (4), McDuffie (4), Dizdarevic (3), Zinn / Baskets-Akademie Oldenburg: Taylor (22), Albrecht (14), Hänig (12), Reves (12), Smit (10), Witte (6), Lockhart (6), Schmikale, Weß, Held / SR: Wipfler, Bohn / Zuschauer: 1300