Egal ob im Freien oder in den Hallen: Im vergangenen Monat wurde nach längerer Pause in den verschiedenen Ligen wieder um Punkte gekämpft. Doch Konstanz kehrt nicht ein: Steigende Inzidenzwerte und der daraus resultierende Teil-Lockdown bescherten den "Amateuren" eine Unterbrechung der Saison. Wann und ob es weitergeht, steht für einige Sportarten in den Sternen. Die Zeit, den Fußballplatz winterfest zu machen, ist aber definitiv schon angebrochen. So schnappte sich der junge "Platzwart" (Bild oben links) der SG Wolfsberg/Geschwand nach dem Spiel gegen den SC Kühlenfels kurzerhand die Eckfahne - die braucht ja die nächsten Monate schließlich niemand.

Dass die Corona-Pandemie und die daraus entstandenen Hygienerichtlinien außerhalb des Spielfelds stets Hand in Hand gehen, steht außer Frage. Einen Schritt weiter gingen die Regionalliga-Basketballer der s.Oliver-Akademie Würzburg (Bild oben rechts) im Spiel gegen den TSV Breitengüßbach und hielten den erforderlichen Sicherheitsabstand auch beim Verteidigen während des Spiels ein.

Auf Nummer sicher ging auch Noah Möller vom TSV Staffelstein (Bild unten links). Der Nachwuchsleichtathlet lief im Oktober stets vorneweg und sicherte sich in der Altersklasse U12 drei oberfränkische Rekorde. Über 800 Meter, 1000 Meter sowie über 2000 Meter war kein Vorbeikommen am Talent aus der Badstadt. Auf den Fußballplätzen sind getrennte Sitzplätze wie im unterfränkischen Fuchsstadt (Bild unten rechts) nun Normalität. Oftmals waren nur 200 Zuschauer zugelassen - zum Unmut einiger Vereine. Gerade Derbys vor vielen Fans sind eine wichtige finanzielle Grundlage für die Klubs. So meldete der FC Wallenfels im Heimspiel gegen den SV Steinwiesen "leider ausverkauft" - unter normalen Bedingungen gibt es das auf den Amateurfußballplätzen eher selten.

Dennoch: Die Stimmung ließen sich die Fans nicht vermiesen. Beim Duell der Nachwuchskicker des FC Sand und des FC Eintracht Bamberg gab es lautstarke Unterstützung von Trommlern - natürlich geschützt durch Masken.

Profiklubs dürfen weiter spielen

Im Gegenteil zu den "Amateuren" dürfen die Profis am Ball bleiben. Wenngleich auch die Saison, zum Beispiel im Fall der Handballer des HSC Coburg (Bild links), weiter ein zähes Ringen ist. Seit sechs Spielen warten die Vestestädter auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Auch das Geisterspiel gegen den SC Magdeburg verloren die Coburger knapp. Wer dennoch in den fast menschenleeren Hallen dabei sein darf, freut sich doppelt: so wie der Betreuer der Bayreuther Bundesliga-Basketballer Eddi Hübner (Bild rechts) nach dem Pokalsieg gegen Titelfavorit FC Bayern München.red