Die Oberliga-Ringer des TSV Burgebrach besiegten Johannis Nürnberg II mit 18:15 und sind nun Tabellenzweiter. Beide Teams hatten je fünf Duelle für sich entschieden. Die Burgebracher gewannen vier davon mit Höchstwertungen und die Gäste aus Nürnberg nur zwei. Das gab dann den Ausschlag für den knappen 18:15-Erfolg.
Dieses Duell wurde zur Freude der Zuschauer erst im letzten Kampf entschieden. Am Ende feierten die Burgebracher Fans ihr Team. Trainer Michael Giehl meinte: "Das war ein hartes Stück Arbeit. Die Nürnberger wollten bei uns endlich die ersten Punkte holen. Aber mein Team hat diese Aufgabe hervorragend gemeistert. Für die Zuschauer war dieser Abend wieder nichts für schwache Nerven. Für sie hat sich das Kommen in jedem Fall gelohnt. Ich möchte auch keinen Ringer herausstellen.
Das war Teamarbeit."
57 kg Freistil: Den Grundstein für den Erfolg legte bereits Lucas Nein. Er rettete zwei wichtige Punkte für sein Team. Mit einer starken Leistung verlor er nur knapp mit 8:11 gegen Daniel Walter (Stand 0:2).
130 kg griechisch-römisch: Hier prallten mit Jens Brosowski und Philipp Vanek zwei Spitzenringer aufeinander. Auch in diesem Duell war entscheidend, dass der TSVler nur eine knappe Punktniederlage zuließ (0:4).
61 kg gr.-röm.: Dragos Cimpanu holte gegen Besir Alan mit 16:0 den ersten Überlegenheitssieg. Mit Rollen und Überwürfen ließ er seinem Gegner keine Chance und glich für den TSV aus (4:4).
98 kg Freistil: Markus Zürl ringt normalerweise im griechisch-römischen Kampfstil. Deshalb punktete Franco Besold mit perfekt vorgeführtem Fußfeger (4:8).
66 kg Freistil: Michael Uzelino ist in bestechender Form. Als er Daniel Sacharow nach 56 Sekunden schulterte, führte er bereits mit 10:0. Mit diesem hohen Sieg glich er für sein Team aus (Halbzeitstand 8:8).
86 kg gr.-röm.: Die Burgebracher Fans freuen sich besonders, wenn Mihai-Radu Mihut mit 68 kg im 86-kg-Limit antritt und seine Gegner regelrecht an die Wand kämpft. Das spürte auch Christian Fochtler. Bereits in der ersten Runde gewann der TSVler mit 16:0 mit seiner aktiven Ringweise durch technische Überlegenheit (12:8).
66 kg gr.-röm.: Leonardo Quintero Torres schulterte Gabriel Riedel in der ersten Runde souverän. Er ließ keinen Zweifel aufkommen, wer Chef auf der Matte ist (16:8).
86 kg Freistil: Im Duell zwischen Michael Giehl und Evgeniy Valentin war die Spannung für alle zu spüren. Der TSVler war dem Schultersieg mit einem Nackenhebel zu Beginn sehr nah. Er führte Mitte des Kampfes mit 6:3, doch dann wollte er mehr und wurde ausgekontert. Die 5:14-Niederlage fiel dann doch zu hoch aus für den Gästeringer (16:11).
75 kg Freistil: Christian Giehl wehrte sich gegen Alexander Michael, konnte den Überlegenheitssieg des Nürnbergers aber nicht verhindern (16:15).
75 kg gr.-röm.: Das letzte Duell zwischen Dominik Winkler und Simon Will sollte nun die Entscheidung bringen. Der Gästeringer ging zwischenzeitlich mit 7:2 in Führung, was für die Nürnberger gereicht hätte. Doch Mitte der zweiten Hälfte legte der TSVler los, und er gewann in einer dramatischen Aufholjagd mit 13:7. Die Emotionen waren nun bei den Fans und Ringern des TSV freigelegt (Endstand 18:15).


"Zweite" verpasst Sieg

Im Gruppenoberliga-Kampf zwischen dem TSV Burgebrach II und dem AC Lichtenfels II war für beide Teams ein Erfolg drin. Obwohl im letzten Kampf noch ein Sieg für den TSV II möglich war, verloren sie am Ende mit 24:30. Trotz dieser Niederlage hat der TSV II mit 4:4 ein ausgeglichenes Punktekonto. Leon Kellner (57 kg/Freistil) wurde in beiden Duellen geschultert. Auch Leon Dobrzanski (61 kg) wurde zweimal vorzeitig besiegt. Josef Giehl (75 kg/gr.-röm.) gewann gegen Marius
Geuß überlegen mit 16:0. Alexander Giehl (86 kg) ließ Jan Wagner in beiden Stilarten keine Chance. Im freien Stil punktete er ihn mit 16:0 aus, in griechisch-römisch schulterte er ihn.
Für Daniel Roth (98 kg/gr.-röm.) und Jan Stretz (98 kg) hatten die Lichtenfelser keinen Gegner. Neuzugang Marcin Marcinkowski (130 kg/Freistil) gewann gegen Daniel Luptowicz mit 20:4 durch technische Überlegenheit. Tobias Gräbner (75 kg) führte gegen Marius Geuß. Doch kurz vor Schluss wurde er von seinem Gegner geschultert. Fabian Kremer (130 kg/gr.-röm.) kämpfte gegen Daniel Luptowicz tapfer und ließ nur einen knappen 4:0-Punktsieg des Lichtenfelsers zu. vs