Gegner ist der SV Seligenporten, der dem aktuellen Führungstrio der Tabelle angehört und sich jüngst von seiner ersten Niederlage 2016 beim ASV Burglengenfeld (3:2) gut erholt zeigte.
Mit 3:0 siegten die Fußballer des Trainertandems Florian Schlicker und Serdal Gündogan, die im dritten Jahr Nachfolger des legendären Karsten Wettberg sind, bei Jahn Forchheim. Der erst 35 Jahre alte "Schlicko", wie sie Cheftrainer Schlicker nennen, startete mit seinem Team nach dem Abstieg aus der Regionalliga im Juli bärenstark in die Saison und hält sich bis jetzt in der Spitze. Das außergewöhnlich hohe Leistungspotenzial lässt sich mit einem genauen Blick auf den Spielerkader belegen, in dem sich zahlreiche Akteure tummeln, die ihre Ausbildung in den Nachwuchszentren der SpVgg Greuther Fürth und des 1. FC Nürnberg genossen.
Als Kapitän und Rekordspieler (214 SVS-Einsätze) ist der 27-jährige Defensivmann Dominik Räder Führer des Teams. Er organisiert zusammen mit seinem Innenverteidigerkollegen Florian Bauer und Ex-Profi Marco Christ (38 Zweitligaeinsätze für Fortuna Düsseldorf und 1. FC Nürnberg, 61 Mal für den Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden am Start) das spielstarke und torgefährliche Ensemble. Mit 63 Treffern stellen die "Klosterer" die beste Offensivabteilung der Liga, in der "Sturmtank" Patrick Hobsch (21 Jahre, 10 Tore) mit dem Winter-Neuzugang Bastian Herzner (26, 24) einen Hochkaräter an die Seite bekam. Der derzeit Führende der Bayernliga-Torschützenliste kam vom SC Eltersdorf, für den er in 21 Partien 18 Mal einlochte. Für den SVS traf er nach der Winterpause in acht Begegnungen schon wieder sechsmal.
Doch nicht nur mit Herzners Verpflichtung unterstreichen die Verantwortlichen ihr Ziel der sofortigen Rückkehr in die Regionalliga, denn sie sicherten sich die Dienste des Keepers Christopher Pfeiffer, der vom FC Schweinfurt 05 mit der Erfahrung von 67 Regionalligaeinsätzen ins "Kloster" wechselte. Der 24-Jährige war im April 2015 in aller bayerischen Munde. Als Schweinfurter Torwart hatte er den Schlussmann des TSV 1860 München II mit einem vehementen Abschlag bezwungen.
Die hohe Qualität im SVS-Kader musste DJK-Coach Gerd Schimmer schon im Vorrundenspiel anerkennen, als er mit seiner Elf an einem Donnerstag unter Flutlicht mit 1:6 die bisher größte Pleite in dieser Runde hinnehmen musste: "Seligenporten ist die spielstärkste Mannschaft und ohne jeden Schwachpunkt." Bis heute hat sich an seiner Einschätzung nichts verändert. "Wir sind krasser Außenseiter, zumal nach wie vor einige Akteure fehlen."
Umso freudiger blickt Schimmer auf den "hochverdienten" 2:0-Erfolg seiner Jungs beim SV Haibach zurück. "Alle kämpften vorbildlich und egalisierten die zahlreichen Ausfälle." Der Stolz über diese Leistung in der Fremde ist immens. Schließlich bugsierte der "Dreier" die DJK aus der gefährdeten Tabellenzone. Bleiben dazu die am Grünen Tisch gewonnenen drei Zähler erhalten, trennen die Wildensorger sechs Punkte vom ersten Schleuderplatz 14. "Wir wollen uns gut verkaufen und dadurch gerüstet sein für das drei Tage später anstehende Nachholspiel in Frohnlach", so Schimmers Zielsetzung, der möglicherweise auf die Asien-Rückkehrer Hoffmann, Makrigiannis und Wunder bauen kann, während Schmoll sich beim Uni-Einsatz in Fernost erneut die Schulter ausgekugelt hat.
DJK Don Bosco Bamberg: Haupt, Trunk - Braun, Eichhorn, M. Fischer, Hoffmann (?), G. Jessen, J. Jessen, Kaiser, Kane, Kettler, Makrigiannis (?), Mönius, Rosiwal, Ruiz, Schmitt, Schütz, Schwinn, Strobler, Wolfs chmidt, Wunder (?)


Norbert Kupfer vermeldet Personalia

Die Planungen beim Fußball-Bayernligisten DJK Don Bosco Bamberg für die neue Saison laufen. Auf der Jagd nach Punkten jedoch ohne Christoph Kaiser, wie Norbert Kupfer, der Sportliche Leiter der Wildensorger, gestern mitteilte. Das Bamberger Fußball-Urgestein, der klassische Sechser, "an dem eigentlich ein Profi verloren gegangen ist", wie sein ehemaliger Mannschaftskollege Alexander Deptalla einmal sagte, beendet als 33-Jähriger seine aktive Laufbahn zum Saisonende. "Er will uns aber in anderer Funktion erhalten bleiben", freut sich Kupfer. An der Seite von Chefcoach Gerd Schimmer rückt Tobias Eichhorn (31) auf zum spielenden Co-Trainer. Nach Pascal Niersberger (20) wechselt mit Uli Spies (20) ein weiteres Talent vom FC Eintracht Bamberg 2010 zum Nachbarn nach Wildensorg. Mit Freude vermeldet der Sportliche Leiter auch, dass die "jungen Wilden" Henrik Schwinn (18), Gabriel Jessen (20), Marco Schmitt (20) und Johannes Rosiwal (22) der DJK Don Bosco erhalten bleiben.


FC Eintracht ohne Zehn

Der in Insolvenz geratene FC Eintracht Bamberg 2010 muss mittlerweile auf zehn Stammspieler verzichten. Nicht mehr zum Kader von Trainer Petr Skarabela gehörten auch schon gestern beim Auswärtsspiel in Feucht Nikolai Altwasser, Andre Jerundow, Mirza Mekic, Sebastian Schäferlein, Ulrich Spies, Maximilian Göbhardt, Nico Haas, Thomas Kamm, Oliver Seybold und Dominik Zametzer.